David Solomon besitzt Bitcoin — was das für den Markt und für die Ukraine bedeutet

Der CEO von Goldman Sachs räumte eine „sehr, sehr begrenzte“ Position in Bitcoin ein vor dem Hintergrund starker Marktschwankungen. Wir erklären, warum selbst eine derart vorsichtige persönliche Investition für die institutionelle Stimmung wichtig ist und wie sich das auf die Ukraine auswirken könnte.

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Фото: EPA / ERIK S. LESSER

Warum es sich lohnt, das zu lesen

Bloomberg berichtete, dass der Chef von Goldman Sachs, David Solomon, bekannt für seinen Skeptizismus gegenüber Kryptowährungen, beim World Freedom Forum in Mar‑a‑Lago den Besitz von Bitcoin zugab — in „sehr, sehr begrenztem“ Umfang. Das ist kein großer Durchbruch, aber ein Signal: Selbst Führungskräfte großer Banken wägen Risiko und Chancen privat ab. Für die Ukraine sind solche Signale wichtig — sie beeinflussen Liquidität, institutionelles Vertrauen und die Möglichkeiten, Krypto‑Assets in der Freiwilligenarbeit und bei Zahlungs­lösungen zu nutzen.

Was Solomon genau sagte

Laut Bloomberg betonte Solomon, dass seine Position in Kryptowährung „sehr, sehr begrenzt“ sei und dass er sich nicht als „herausragenden Prophet für Bitcoin“ sehe. Zuvor bezeichnete er die Kryptowährung als interessanten, aber volatilen Vermögenswert.

„Ich habe immer gesagt, dass ich das für eine spekulative Investition halte. Ich sehe keine reale Anwendung.“

— David Solomon, CEO von Goldman Sachs (Interview mit CNBC, 2024)

Marktkontext

Die Äußerung des Chefs einer großen Investmentbank gewinnt an Gewicht vor dem Hintergrund der jüngsten Schwankungen: Am 5. Februar fiel Bitcoin unter $70.000 — auf den niedrigsten Stand seit November 2024. Nach Daten von CoinGecko hat der Kryptomarkt seit Anfang Oktober rund $2 Billionen an Marktkapitalisierung verloren. Parallel dazu treten operative Risiken auf: Die südkoreanische Börse Bithumb berichtete über eine versehentliche Verteilung von Bitcoins im Umfang von etwa $44 Mrd. Diese Fakten unterstreichen zwei Realitäten zugleich — Interesse und hohe operative Risiken.

Was das für die Ukraine bedeutet

Institutionelle Signale führender Banken prägen die Erwartungen von Investoren und Regulatoren. Für die Ukraine hat das praktische Bedeutung: vom Vertrauen internationaler Geldgeber und Zahlungsdienstleister bis zur Wahl der Instrumente für das Einsammeln von Hilfe und Überweisungen. Selbst wenn ein Banker von Goldman Sachs eine kleine Position hält, kann das die Argumente pro‑Krypto eingestellter Stakeholder stärken — beseitigt jedoch nicht das Hauptproblem: Volatilität und operative Fehler bleiben bestimmend.

Fazit

Solomons Geständnis ist ein wichtiger Indikator, aber keine Revolution. Es fasst vielmehr den gegenwärtigen institutionellen Ansatz zusammen: Interesse mit großer Vorsicht. Die Ukraine und ihre Partner sollten beobachten, ob dieses Interesse in systemische Lösungen übergeht — regulatorische Rahmenbedingungen, Sicherheitsinfrastruktur und institutionelle Produkte — oder ob es bei einzelnen persönlichen Wetten bleibt. Ob dies die Verfügbarkeit von Krypto‑Instrumenten für ukrainische Bedürfnisse verändern wird, bleibt eine offene Frage für die nächsten Schritte von Markt und Regulierern.

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