Kunden der Idea Bank sind von der Fusion nicht betroffen – doch der Bankensektor bereitet sich auf eine neue Konsolidierungswelle vor

TASKombank hat offiziell die Fusionspläne mit Ideya Bank bestätigt, doch für Privatkunden ändert sich nichts – die App, die Filialen und die Produkte bleiben gleich. Das Geschäft ist jedoch ein weiteres Zeichen dafür, dass auf dem ukrainischen Bankmarkt eine Zeit der Übernahmen angebrochen ist.

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Фото: Ідея Банк / Facebook

Wenn Sie Kunde der Idea Bank sind und mit Besorgnis auf Nachrichten über die Fusion warten – bezüglich Ihrer Einlage oder der gewohnten App – können Sie sich entspannen. Der Vorstandsvorsitzende der TASkombank, Wladimir Dubejew, machte in einem Interview mit LIGA.net deutlich: Die Fusion der Banken ist eine Frage der Bilanzen und Berichterstattung, nicht der Produkte und Dienstleistungen.

„Die Idea Bank wird in ihrer Nische bleiben: Wir planen nicht, ihre App, Produktlinie, das Management oder das Netzwerk der Filialen zu ändern", sagte Dubejew. Das heißt, juristisch werden zwei Banken zu einer, aber für den Kunden wird sich praktisch nur der Name der juristischen Person im Vertrag ändern.

Technischer Marathon für ein Jahr und mehr

Der Fusionsmechanismus selbst ist kein eintägiges Ereignis, sondern ein langer technischer Prozess. Zunächst wechselt die TASkombank zu einem neuen Betriebssystem – das sollte im August abgeschlossen sein. Danach werden etwa weitere sechs Monate für die Integration der Betriebssysteme innerhalb der TASkombank selbst benötigt. Erst danach beginnt die Integration mit der Idea Bank.

Es ergibt sich also, dass vom Kaufzeitpunkt im April 2025 bis zur tatsächlichen technischen Fusion zwei oder sogar drei Jahre vergehen können. Zum Vergleich: Der Kaufvertrag selbst kostete 36,5 Millionen Dollar – eine Summe, die eine große Bank schnell bewältigen kann, aber die operative Integration von Banksystemen ist traditionell der längste und riskanteste Phasen jeder M&A im Bankensektor.

Wozu einen Bank kaufen, wenn man das Produkt nicht ändert

Die Logik von Tigiponko ist hier pragmatisch, nicht auf Synergien ausgerichtet. Dubejew nannte direkt zwei Wachstumsstrategien, um bis 2028 zu den Top-10-Banken der Ukraine zu gehören: organisch Kapital und Portfolios aufzubauen – oder ein etabliertes Geschäft zu kaufen und einen sofortigen Sprung in der Rangliste zu erreichen.

„Eine Bank zu erwerben, die es uns ermöglicht, effizienter zu sein und schneller in der Rangliste aufzusteigen", erklärte Dubejew.

Die Idea Bank mit Vermögenswerten von 12,68 Milliarden Griwna (0,34% des Systems, Platz 27 von 60 Banken) ist selbst ein kleiner Akteur. Aber für die TASkombank, die derzeit auf Platz 17 nach Gewinn liegt, ist dies ein etabliertes Einzelhandelsgeschäft – Barkredite, Karten, Einzahlungen von Privatpersonen – genau dort, wo die TASkombank, die sich hauptsächlich auf Geschäftskunden konzentriert, eine Lücke hat.

Was das für den Markt bedeutet

Die TAS-Gruppe hat bereits monobank – eines der erfolgreichsten Einzelhandelsbankenprodukte des Landes. Jetzt wird das Portfolio um einen weiteren Einzelhandelsakteur mit eigener Identität ergänzt, der bewusst nicht produktiv mit der Mutterstruktur verschmolzen wird. Dies deutet auf eine Strategie hin: nicht ein universelles Ökosystem, sondern mehrere spezialisierte Banken unter einem Dach.

Die Frage für die nächsten zwei bis drei Jahre ist einfach: Falls die technische Integration der Bilanzen reibungslos verläuft, wird dieses Modell „mehrere Marken in einer Gruppe" zum Standard für andere große Player im ukrainischen Banking, die auch nach einem Weg zu den Top-10 suchen, nicht organisch, sondern durch Übernahmen?

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