Militärsteuer im Januar +30 % – 13,8 Mrd. UAH: Was das für den Verteidigungshaushalt bedeutet

Steuerzahler haben mehr gezahlt: Der Januarsprung der Einnahmen verschafft kurzfristig Unterstützung für die Verteidigungsfinanzierung. Wir analysieren, warum der Anstieg zustande kam und welche Folgen er für den Staatshaushalt hat.

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Kurz

Im Januar 2026 überwiesen ukrainische Steuerzahler 13,8 Mrd. UAH an Militärabgaben — um 30% mehr als im Januar 2025 (10,6 Mrd.). Quelle — Pressedienst der Staatlichen Steuerbehörde.

„Im Januar 2026 wurden 13,8 Mrd. UAH an Militärabgaben gezahlt — das sind 30% mehr im Vergleich zum Januar 2025.“

— Staatliche Steuerbehörde (Pressedienst)

Warum

Die Erklärung ist plausibel: Im Oktober 2024 erhöhte das Parlament den Satz der Militärabgabe von 1,5% auf 5% und führte neue Besteuerungsregeln für Einzelunternehmer (FOP) ein. Die Änderungen traten am 1. Dezember 2024 in Kraft, sodass die Januareinnahmen deren Effekt bereits widerspiegeln.

Neben dem erhöhten Satz trug die Ausweitung der Bemessungsgrundlage zum Anstieg bei: Teile der FOP der III. Gruppe begannen, 1% des Einkommens zu zahlen, andere Gruppen leisten eine fixe Zahlung (mindestens etwa 800 UAH). Das bedeutet zugleich mehr Zahler und höhere durchschnittliche Einnahmen pro Zahler.

Woher das Geld kommt (Regionen)

Die größten Beiträge kamen aus: Kiew — 4,4 Mrd. UAH, Dnipropetrowsker Oblast — 1,5 Mrd. UAH, Lwiw — 1,1 Mrd. UAH und Charkiw — 0,9 Mrd. UAH. Das spiegelt die Konzentration wirtschaftlicher Aktivität und Zahlungsfähigkeit in großen Zentren wider.

Auswirkung auf den Haushalt

Im Jahr 2025 beliefen sich die Einnahmen aus der Militärabgabe auf 163,6 Mrd. UAH, was nach Berechnungen die Finanzierung der Verteidigungsausgaben für etwa 22 Tage ermöglichte. Das Wachstum im Januar verschafft kurzfristig zusätzliche Ressourcen, löst jedoch nicht den Bedarf an langfristiger und stabiler Finanzierung der Verteidigung.

Wie es weitergeht

Haushaltspolitische Experten und unabhängige Analysten betonen: Die Aufrechterhaltung des Einnahmentempos hängt von der wirtschaftlichen Aktivität und der Qualität der Verwaltung der Abgabe ab. Bleiben beide Faktoren stabil, werden zusätzliche Mittel die monatliche Liquidität des Verteidigungsministeriums erleichtern. Andernfalls müssten Ausgleichsquellen in Form internationaler Hilfe oder durch eine Umverteilung der Ausgaben gefunden werden.

Frage an die Regierung und die Gesellschaft: Ob diese zusätzlichen Einnahmen in konkrete Verstärkungen an der Front umgesetzt werden — hängt von einer transparenten Verteilung und klaren Prioritäten bei den Ausgaben ab.

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