Buddhistischer Tempel, Karpfen und 39 Hektar Kiefernpark: Was Tscherkassy am Wochenende bietet

Tscherkassy ist keine Durchgangsstadt auf dem Weg nach Uman oder Kanew. Hier befindet sich der größte buddhistische Tempel Europas, ein Gewächshaus mit einer Leguanin namens Tschigiwara und ein Park, der 2018 als einer der besten in der Ukraine anerkannt wurde.

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Wenn man von „Inlandstourismus" spricht, denkt man normalerweise an Lwiw, die Karpaten oder Odessa. Cherkasy fehlt in dieser Liste häufig — und das ist völlig unbegründet. Die Stadt am Ufer des Kremenchuk-Stausees hat mehrere Orte zu bieten, die sich durchaus neben den touristischen Magneten des Landes sehen lassen können.

Ein Tempel, den man in einer Industriestadt nicht erwartet

An einem Hang über dem Dnepr steht der buddhistische Tempel „Weiße Lotosblüte" — sowohl in seinem Ausmaß als auch in seinen Ansprüchen ist er wirklich ungewöhnlich: Er gilt als der größte buddhistische Tempel in Europa. Hier finden Teezeremonien und meditative Praktiken statt, und blühende Tulpenbäume verwandeln den Aufstieg zum Tempel im Frühling in eine eigene Route. Es ist kein museales Dekor — der Tempel ist aktiv und empfängt Besucher regelmäßig.

Ein Gewächshaus mit einer Iguana aus Charkiw

Auf dem Gelände des Kinderparks (Str. Chreschatyk, 168) befindet sich das Gewächshaus „Angkor Wat" — eine Ausstellung des Zoos „Roshen" mit dem Titel „Die wunderbare Welt der Tropen". Innen befinden sich etwa 200 Arten tropischer und subtropischer Pflanzen, künstliche Teiche mit Koi-Karpfen, die man füttern kann, Spinnentiere, Schlangen und eine Iguana namens Chiguevara, die aus Charkiw nach Cherkasy evakuiert wurde. Es ist kein vereinfachtes „Naturzimmer" — das Format ähnelt eher einem kleinen tropischen Biotop.

Ein Park, der sich seiner 39 Hektar nicht schämt

„Kiefernwald" ist ein Denkmal der Landschaftsarchitektur von nationaler Bedeutung, das 1967 am Ufer des Kremenchuk-Stausees angelegt wurde.

parksche.com

Der Park erstreckt sich über 39,2 Hektar und ist als Kaskade gebaut: ein System von Teichen, deren Wasser in Wasserfällen zum Dnepr hinunterfließt. Der zentrale Teich mit einer Nixenskulptur, darunter — eine Allee mit Skulpturen prähistorischer Tiere. Im Jahr 2018 wurde der „Kiefernwald" als einer der besten Stadtparks der Ukraine ausgezeichnet. Es gibt Fahrradwege, Picknickzonen und im Winter — eine Eisbahn.

Der Rest der Route

  • Cherkasy Zoo „Roshen" — hunderte Tiere, einschließlich großer Raubtiere und Reptilien, befindet sich im Siegespark.
  • Kunstmuseum — eröffnet 1991, ist heute ein Zentrum des kulturellen Lebens der Stadt; regelmäßige Ausstellungen zeitgenössischer ukrainischer Künstler.
  • Park „Sieg" — 20 Hektar mit kaskadierenden Teichen und Springbrunnen, die Cherkasy-Bewohner nennen ihn den „Park neben dem Flugzeug".
  • Liebesliebesbrücke im „Kiefernwald" — erbaut 1968, eine der ältesten solcher Bauwerke in der Ukraine.

Praktisch

Die meisten Orte sind zu Fuß erreichbar oder nur eine Straßenbahnhaltestelle vom Zentrum entfernt. Das Gewächshaus „Angkor Wat" und der Zoo befinden sich auf der gleichen Straße. Der Tempel „Weiße Lotosblüte" erfordert einen Aufstieg am Hang — rechnen Sie mit 20 Minuten Fußweg oder Taxi. Eine vollständige Route können Sie an einem Tag ohne Hektik absolvieren.

Cherkasy existiert schon lange als Transitpunkt zwischen Kiew und Uman. Wenn der Inlandstourismus in der Ukraine wirklich wächst — wird dann solch eine Stadt zu einem eigenständigen Reiseziel oder bleibt es nur ein Stopp „bevor man ankommt"?

Weltnachrichten

Krieg

In der Nacht zum 2. Juli führte Russland einen der größten Anschläge auf Kyjiw seit Beginn des Krieges durch — und setzte dabei zum ersten Mal wirksam „Zirkone" sowie massives ballistisches Feuer ein, das die Luftverteidigung praktisch nicht aufhalten konnte. Mindestens 21 Menschen kamen ums Leben, über 90 wurden verletzt, Rettungskräfte suchen weiterhin nach Vermissten unter den Trümmern.

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