Was passiert ist
Laut Deadline (über UNN) hat das Finale der Serie Stranger Things während der Neujahrs‑Vorführungen mehr als $25 Mio. an den Kinokassen eingespielt, und nach Schätzungen möglicherweise bis zu $30 Mio..
„Das Finale der Serie 'Stranger Things' brachte mehr als 25 Millionen Dollar ein, vielleicht sogar 30 Millionen Dollar, in Form von Bargeld von Kinos für Vorführungen an Silvester und am Neujahrstag. Von dieser Summe entfielen 15 Millionen Dollar auf die Kinokette Nr. 1, AMC Theaters, für eine Besucherzahl von 753.000.“
— Deadline (in Übersetzung von UNN)
Wichtige Kennzahlen
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
• $15 Mio. — Einnahmen, die das Magazin zufolge die Kinokette AMC von 753.000 Besuchen während der Vorführungen erzielt hat.
• Mehr als 620 Kinos beteiligten sich an der Vorführung des Finales.
• Die Macher der Serie, die Duffer‑Brüder, meldeten zwei Tage vor der Vorführung den Verkauf von 1,1 Mio. Tickets.
Warum das wichtig ist
Die Zahlen sind nicht so sehr für sich genommen bedeutsam, sondern als Indikator eines Trends: Große Streaming‑Projekte generieren zusätzliche Einnahmequellen durch spezielle Kinovorführungen. Das ist ein Beispiel dafür, wie die Branche vertragliche Beschränkungen (insbesondere Fragen zu Gagen und Residualzahlungen) umgeht — etwa durch Mechanismen wie Gutscheinlösungen für Tickets — und die direkte Monetarisierung des Publikums wiederherstellt.
Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum spielte ein Blockbuster von 20th Century Studios etwa $23,7 Mio. ein, was den Erfolg von «Stranger Things» im Kontext des Wettlaufs um das Feiertagspublikum einordnet.
Sozialer Beleg und Rationalisierung
Massenhafte Ticketverkäufe und hohe Besucherzahlen sind nicht nur ein kommerzieller Erfolg, sondern auch ein Beleg dafür, dass das Ereignis breite soziale Zustimmung erfährt: Das Publikum ist bereit, für kollektive Kinoerlebnisse zu zahlen, selbst wenn der Inhalt ursprünglich von einem Streamingdienst stammt. Branchenmedien weisen darauf hin, dass solche Releases neue Geschäftsmodelle für die Zusammenarbeit zwischen Plattformen und Kinoketten schaffen.
„Das Finale der Serie 'Stranger Things' wurde in mehr als 620 Kinos gezeigt, und die Macher der Serie, die Duffer‑Brüder, gaben zwei Tage vor der Vorführung bekannt, dass 1,1 Millionen Tickets verkauft worden seien.“
— Deadline (in Übersetzung von UNN)
Fazit
Dieser Fall ist wichtig nicht nur wegen der Rekordeinnahmen an den Feiertagen. Er zeigt, dass in der Kulturökonomie hybride Modelle entstehen: Streamingdienste liefern den Content, Kinos bieten das groß angelegte Live‑Erlebnis, und der Markt findet Wege, Einnahmen trotz juristischer Hürden zu verteilen. Für die Ukraine eröffnet sich damit eine Chance: Die Entwicklung eigener Projekte und die richtige Zusammenarbeit mit internationalen Plattformen können kulturelle Produkte sowohl zu einer Einnahmequelle als auch zu einem Instrument internationaler Wirkung machen.
Die Frage an die Branche und die Kulturpolitiker lautet nun: Können wir diese Erfahrungen nutzen, um eigene kreative Projekte zu fördern und sie auf den globalen Markt zu bringen?