„Marty Supreme“ führt die A24‑Einnahmen an — was das für das Indie‑Kino ändert und warum das für die Ukraine wichtig ist

Der Film mit Timothée Chalamet hat mehr als 148 Millionen US-Dollar eingespielt und ist damit der einspielstärkste Film in der Geschichte von A24. Wir analysieren, warum das nicht nur ein Rekord, sondern ein Signal für Investoren, Filmschaffende und die kulturelle Diplomatie ist.

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Ein A24-Rekord in Zahlen

„Marty Suprim“ mit Timothée Chalamet spielte weltweit über $148 Mio. ein und übertraf damit den bisherigen Spitzenreiter des Studios – „Everything Everywhere All at Once“ (≈ $141 Mio.), berichtet UNN unter Berufung auf Hypebeast. Der Film erhielt neun Nominierungen für den Oscar und hat bereits rund $95 Mio. in Nordamerika sowie $53,4 Mio. auf den internationalen Märkten eingespielt.

„Das unabhängige Studio A24 stellte einen Rekord auf: Der Film 'Marty Suprim'… wurde zum einspielstärksten in der Geschichte des Unternehmens“

— Hypebeast / UNN

Warum das gelang: die Erfolgsformel

Eine Kombination mehrerer Faktoren erklärt den kommerziellen Durchbruch: ein Staraufgebot (Timothée Chalamet), ein Start in der Feiertagssaison, ein Thema mit großer emotionaler Anziehungskraft (Sport, Selbstfindung) und ein hohes Produktionsbudget — etwa $70 Mio., was den Film zum teuersten Projekt in der Geschichte von A24 macht. Trotz einer Altersfreigabe R und ohne Franchise hielt sich der Film sieben Wochen lang in den Top 5 der Einspielergebnisse in den USA – ein klassisches Beispiel dafür, wie Autorenkino ein Massenpublikum finden kann.

Folgen für die Branche und Investoren

Dieser Erfolg bedeutet nicht nur höhere Einnahmen: Er zwingt dazu, die Risiken von Investitionen in Autorenkino neu zu bewerten. A24 zeigt, dass ein Studio Projekte skalieren kann, ohne die Markenidentität zu verlieren. Für Produzenten und Fonds ist das Anlass, die Kombination aus starkem Cast und visueller Konzeption als Weg zur Profitabilität zu betrachten.

Was das für die Ukraine bedeutet

Aus der Sicht kultureller Diplomatie ist der Erfolg von „Marty Suprim“ ein weiterer Beleg dafür, dass hochwertiges Kino Soft Power erzeugt. Ukrainische Filmproduzenten und staatliche Institutionen sollten berücksichtigen: Investitionen in konkurrenzfähigen Content und die Zusammenarbeit mit internationalen Stars erhöhen die Chancen, auf den globalen Markt vorzudringen und die Aufmerksamkeit potenzieller Partner zu gewinnen.

Mehr in Aussicht?

Nach dem geplanten Start in China Ende März erwarten Analysten, dass die Gesamteinnahmen auf ≈ $170 Mio. steigen könnten. Die neun Oscar-Nominierungen steigern zusätzlich den langfristigen kommerziellen Wert des Films auf digitalen und TV-Plattformen. Für die Branche ist das ein Signal: Der Erfolg von Autorenkino im großen Maßstab ist mit der richtigen Strategie möglich — und für die Ukraine eine Chance, ähnliche Ansätze bei der Entwicklung eigener Kulturprodukte zu nutzen.

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