Der erste Spielfilm der „Star Wars"-Reihe seit sieben Jahren spielte am Startwochenende in den USA und Kanada 102 Millionen Dollar ein und führte damit die Kinocharts Nordamerikas an.
Zur Einordnung: „Das Erwachen der Macht" aus dem Jahr 2015 endete mit 248 Millionen Dollar in nur den ersten drei Tagen. Der neue Film entspricht also etwa 40% dieses Startergebnisses. Der Unterschied ist grundlegend, wenn man berücksichtigt, dass Disney hunderte Millionen Dollar in die Vermarktung investiert hat und besonders auf den Effekt der Rückkehr gesetzt hat.
Die siebenjährige Pause ist kein Zufall. Nach dem Flop von „Der Aufstieg Skywalkers" fror das Studio die Kinoprojekte der Franchise ein und konzentrierte sich stattdessen auf Serien für Disney+. „The Mandalorian", „Andor" und „Obi-Wan Kenobi" hielten das Publikum teilweise bei der Stange, veränderten aber grundlegend das Konsumverhalten: Die Zuschauer gewöhnten sich daran, „Star Wars" zu Hause zu schauen und nicht im Kino.
102 Millionen Dollar sind nach allen Maßstäben ein kommerzieller Erfolg, aber kein Triumph für eine Franchise mit diesem Hintergrund. Es geht nicht darum, ob sich der Film amortisiert – das wird er. Es geht darum, ob Disney das Vertrauen des Publikums zurückgewinnen konnte, das es selbst zwischen 2017 und 2019 verloren hatte.
Wenn das zweite Wochenende einen Rückgang von weniger als 50% zeigt, bedeutet das, dass die Mundpropaganda dem Film zugute kommt. Wenn es mehr ist – war das erste Ergebnis nur Nostalgie und keine echte Rückkehr.