Kurz
Nach Angaben der La Repubblica ist der italienische Modedesigner Valentino Garavani in Rom im Alter von 93 Jahren gestorben. Für die Modewelt ist das ein verlorenes Zeitalter: Von 1959, als er sein eigenes Haus gründete, bis 2007, als er sich aus der aktiven Arbeit zurückzog, prägte Valentino das Verständnis von weiblicher Schönheit und Eleganz.
Warum das wichtig ist
Valentino ist nicht nur ein Name auf einem Etikett. Wie Modezeitschriften und Kritiker betonen, ging sein Ansatz über bloße Trends hinaus: Er arbeitete mit dem Frauenbild als kultureller Kategorie. Das bedeutet, dass sein Einfluss nicht nur auf Schnittführungen von Kleidern beschränkt ist, sondern auch auf Verhaltensmuster, Geschmäcker und Symbole, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
"Was wollen Frauen? Schön sein."
— Valentino Garavani, Modedesigner
Vermächtnis in Fakten
Valentino gründete sein Modehaus 1959 in Rom und wurde einer jener Designer, deren Name zum Synonym einer bestimmten Vorstellung von Schönheit wurde — rein, raffiniert und auf Silhouette und weibliche Schönheit ausgerichtet. Er ging 2007 in den Ruhestand, doch seine Arbeiten werden noch heute in Kollektionen und Museumsausstellungen auf der ganzen Welt zitiert.
Was das für die Ukraine bedeutet
Im Kontext des kulturellen Wiederaufbaus und der Schaffung einer eigenen Markenidentität des Landes sind nicht nur Infrastruktur und Politik wichtig – auch Symbole und Ästhetik zählen. Ukrainische Designer und die Kreativindustrien können aus Valentinos Überlegungen über die Kunst, menschliche Würde und Schönheit zu betonen, schöpfen. Das ist ein Beispiel dafür, wie kulturelles Kapital Teil der weichen Macht eines Landes wird.
Zum Schluss
Der Tod Valentinos ist eine Erinnerung daran, dass Stil und Geschmack langfristige Bedeutung haben. Eine Frage an unsere Designer und Kulturmanager: Wie können diese Lehren genutzt werden, damit die ukrainische Ästhetik auf der Weltkarte der Kultur und Mode wiedererkennbar wird?