Was die Premierministerin sagte
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) bestätigte die dänische Premierministerin Mette Frederiksen, dass der US-Präsident Donald Trump „immer noch Grönland haben wolle“, — berichtete The Guardian. Ihr zufolge „bleibt der Wunsch [Trumps in Bezug auf Grönland] leider derselbe“.
"Leider bleibt der Wunsch [Trumps in Bezug auf Grönland] derselbe"
— Mette Frederiksen, dänische Premierministerin
Kernposition Dänemarks: Eine Zusammenarbeit mit den USA sei möglich, doch es gebe unbestreitbare "rote Linien" — Respekt vor der Souveränität und der territorialen Integrität Grönlands. Frederiksen betonte, dass Druck auf die Bevölkerung der Insel inakzeptabel sei und dass die dänische Regierung in diesen Fragen nicht bereit sei, Zugeständnisse zu machen.
Warum das für die Sicherheit in der Arktis wichtig ist
Die Interessen rund um Grönland sind nicht nur eine Frage von Land oder Geografie. Hier prallen die strategischen Interessen großer Staaten, der Zugang zu arktischen Gewässern und Infrastruktur aufeinander. Frederiksen wies darauf hin, dass der geltende Verteidigungsvertrag von 1951 den USA einen "sehr einfachen" Mechanismus gebe, ihre Präsenz auf der Insel zu verstärken — und das zwinge Kopenhagen dazu, das Gleichgewicht zwischen Bündniszusammenarbeit und dem Schutz der Souveränität neu zu bewerten.
Laut Axios sahen die Vorschläge für ein Abkommen, die im Zusammenhang mit Rutte diskutiert wurden, keine Übertragung der vollständigen Kontrolle Grönlands an die USA vor, doch Fragen nach Format und Befugnissen blieben offen. Frederiksen betonte außerdem, dass der NATO-Generalsekretär nicht befugt sei, Fragen der Souveränität Dänemarks in deren Namen zu entscheiden.
Realität — strukturierte NATO-Präsenz
Parallel zur Diskussion über Besitz und Verhandlungen hat die NATO eine neue Initiative für die Arktis gestartet — die Mission Arctic Sentry, die am 11. Februar begann. Das ist ein Signal: Das Bündnis verstärkt seine strukturierte Präsenz in der Region, um auf Risiken zu reagieren und Stabilität zu gewährleisten.
"Druck auf Grönland ist völlig inakzeptabel"
— Mette Frederiksen, dänische Premierministerin
Was als Nächstes folgt und was das für Europa bedeutet
Die Fakten sind nun einfach: Das US-Interesse an Grönland ist nicht verschwunden, Dänemark markiert offen die Grenzen eines Kompromisses, und die NATO baut Instrumente aus, um die Sicherheit in der Arktis zu gewährleisten. Das ist ein Test für die europäischen Partner — ob sie die Zusammenarbeit mit den USA mit dem Schutz der Interessen der Völker, die in den jeweiligen Gebieten leben, verbinden können.
Analysten und das diplomatische Umfeld weisen darauf hin, dass die Lösung rechtlich und transparent sein müsse: Partnerschaftserklärungen müssten in konkrete Vereinbarungen umgesetzt werden, die die Souveränität respektieren und das Risiko einer Eskalation minimieren. Für die Gesellschaft sei das eine Frage von Sicherheit und Vertrauen — bedeutet das Bündnis Schutz und nicht Zwang?
Fazit
Die Diskussion um Grönland ist ein Beispiel dafür, wie geostrategische Interessen in der Arktis konkrete Formen annehmen. Nun sind die Partner gefordert: Mechanismen zu entwickeln, die die Souveränität der Territorien wahren und zugleich reale Sicherheit in der Region gewährleisten.
Quellen: The Guardian, Axios, offizielle Stellungnahmen der dänischen Regierung, Mitteilungen der NATO zur Mission Arctic Sentry.