Georgien verlängert das Aufenthaltsrecht für einige Ukrainer bis zum 24. Februar 2027 — wen betrifft das?

Die georgische Regierung hat am 24. Februar 2026 offiziell die Dauer des visafreien Aufenthalts für Ukrainerinnen und Ukrainer verlängert, die bis zum 24. Februar 2025 im Land gewesen waren. Kurz: Wer Erleichterungen erhält und wer weiterhin außerhalb der Regelung bleibt.

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Грузія (Ілюстративне фото: David Mdzinarishvili / EPA)

Was die Regierung beschlossen hat

In der Regierungsverordnung Georgiens vom 24. Februar 2026 (Quelle: Medien SOVA) wurde die Verlängerung des visafreien Aufenthaltsrechts für ukrainische Staatsangehörige angekündigt, die bis zum 24. Februar 2025 nach Georgien eingereist waren und sich dort aufgehalten haben. Für diese Kategorie wurde das Aufenthaltsrecht bis zum 24. Februar 2027 verlängert.

Wen das betrifft — Zahlen und Status

Nach Angaben, die Echo des Kaukasus zitiert, leben in Georgien etwa 30.000 Ukrainer: davon haben rund 25.000 den Flüchtlingsstatus, und etwa 6.290 besitzen eine Aufenthaltserlaubnis. Die Regierungsentscheidung gibt einem erheblichen Teil dieser Gruppe zeitliche Stabilität, gilt jedoch nur für jene, die bis zum angegebenen Datum eingereist sind.

«Im Land leben etwa 25.000 Ukrainer mit dem Flüchtlingsstatus; insgesamt etwa 30.000 Ukrainer in Georgien, von denen 6.290 eine Aufenthaltserlaubnis haben»

— Irakli Kobakhidze, Premierminister Georgiens

Warum das geschah — kurzer Kontext

Die Politik bezüglich der Fristen für visafreien Aufenthalt wurde in den letzten zwei Jahren mehrfach geändert: In der Verordnung vom 23. April 2024 wurde die Frist für Ukrainer auf drei Jahre erhöht, jedoch wurde sie am 3. April 2025 auf ein Jahr verkürzt. Die heutige Entscheidung ist eine Art teilweiser Rückschritt zu einem liberaleren Ansatz, allerdings mit klaren zeitlichen Beschränkungen.

Diplomatischer Hintergrund: Am 27. Januar 2026 hat der Präsident der Ukraine einen neuen Botschafter in Georgien ernannt — dies ist ein Signal für die Belebung bilateraler Kontakte, die praktische Entscheidungen bezüglich der Staatsbürger beeinflusst haben könnten.

Was das praktisch bedeutet

  • Für Vertriebene: ein zusätzliches Jahr — Zeit, Dokumente zu erledigen, Arbeit zu finden oder familiäre Angelegenheiten rechtlich zu regeln.
  • Für staatliche Stellen: die Notwendigkeit, Registrierungsverfahren und den Zugang zu sozialen Diensten zu beschleunigen, damit die Entscheidung nicht nur eine Erklärung bleibt.
  • Für die Diplomatie: ein Test, ob Tiflis und Kiew die temporären Schritte in eine dauerhafte rechtliche Regelung verwandeln können.

Wichtige Daten

  • 23.04.2024 — die Dauer des visafreien Aufenthalts wurde auf 3 Jahre erhöht.
  • 03.04.2025 — die Frist wurde auf 1 Jahr verkürzt.
  • 24.02.2026 — die Regierung verlängerte das Aufenthaltsrecht für jene, die bis zum 24.02.2025 in Georgien waren, bis zum 24.02.2027 (Quelle: SOVA).

Fazit

Das ist keine automatische Lösung aller Probleme der Vertriebenen, aber ein wichtiger zeitlicher Puffer für Zehntausende Menschen. Der nächste Schritt ist die Arbeit auf Ebene administrativer Verfahren und der bilateralen Politik, damit die temporäre Maßnahme zu einer nachhaltigen Praxis der Unterstützung von Zivilpersonen wird, die gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen. Ob dies der Anfang systematischer Lösungen sein wird, hängt davon ab, wie schnell und effektiv Regierungsstellen und Diplomaten handeln.

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