Iran bezeichnete die Verhandlungen mit den USA in Genf als konstruktiv — doch die regionale Spannung bleibt bestehen

Am 17. Februar bewertete Teheran den Dialog als „Weg nach vorn“, doch die gleichzeitige Verstärkung der US-Streitkräfte und Militärmanöver der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) erhöhen die Risiken. Warum das für Sicherheit und Wirtschaft wichtig ist — kurz und prägnant.

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Аббас Арагчі (Фото: MARTIAL TREZZINI / EPA)

Kurz: was passiert ist

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi äußerte sich positiv zu den dreistündigen Gesprächen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Genf am 17. Februar. Laut Araghchi sei das Gespräch „ernsthaft, konstruktiv und positiv“ gewesen, und die Parteien hätten „erhebliche Fortschritte“ gegenüber der vorherigen Verhandlungsrunde erzielt (Quelle: Axios).

"Verschiedene Ideen wurden vorgestellt und ernsthaft diskutiert... wir haben einen klareren Weg nach vorn"

— Abbas Araghchi, iranischer Außenminister

Wichtiger Kontext: Warum das nicht nur Worte sind

Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund einer intensiven Verstärkung der US-Streitkräfte in der Region statt: Laut offenen Daten und Angaben eines namentlich nicht genannten US-Beamten wurden in den letzten 24 Stunden mehr als 50 Jagdflugzeuge der Typen F‑35, F‑22 und F‑16 in die Region verlegt; außerdem wurde eine zweite Trägerkampfgruppe in die Region entsandt (Quellen: Axios, Reuters). Gleichzeitig führte Iran unter der Ägide der Islamischen Revolutionsgarde Übungen in der Straße von Hormus durch; die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete von einer teilweisen Sperrung der Meerenge aufgrund von „Sicherheitsmaßnahmen“ (Quellen: Reuters, Fars).

"Die Verhandlungen verliefen wie erwartet"

— ein namentlich nicht genannter US-Beamter (Zitat aus der Presse)

Was die USA forderten

Der US-Präsident stellte Teheran drei zentrale Forderungen: 1) das Atomprogramm einzustellen und die Bestände an angereichertem Uran zu vernichten; 2) Anzahl und Reichweite ballistischer Raketen zu reduzieren; 3) die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region einzustellen (Quelle: Medienberichte).

Was Experten sagen und welche Folgen für die Ukraine

Analysten weisen darauf hin, dass die positive Bewertung der Verhandlungen das Risiko einer Eskalation nicht ausräumt: Den Angaben von Reuters zufolge bereiten sich US-Dienste auf die Möglichkeit längerfristiger Operationen gegen Iran vor, falls ein entsprechender Befehl erteilt wird; gleichzeitig koordiniert Washington eine Druckpolitik mit seinen Verbündeten (Quellen: Reuters, Axios, CBS).

Für die Ukraine hat das mehrere praktische Folgen: Volatilität der Energiepreise, erhöhte Belastung der Rüstungs-Lieferketten und diplomatischer Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Partner. Einige ukrainische Fachleute (darunter der stellvertretende Direktor des Zentrums für Nahoststudien Danilov im Kommentar gegenüber LIGA.net) halten es für unwahrscheinlich, dass Iran allen US-Forderungen zustimmt, und ein möglicher Schlag gegen die Islamische Republik hätte komplexe und ambivalente Folgen für die globale Sicherheit — einige Experten vermerken sogar, dass eine solche Operation manche Bedrohungen für unsere Interessen abschwächen, zugleich aber neue Herausforderungen schaffen könnte.

Wie es weitergeht

Laut Araghchi vereinbarten die Parteien, Texte auszutauschen und an Vertragsentwürfen vor der nächsten Verhandlungsrunde zu arbeiten. Das bedeutet, dass der diplomatische Prozess weiterläuft — sein Erfolg hängt jedoch von einer gleichzeitigen Verringerung des militärischen Drucks und dem politischen Willen der Parteien ab.

Fazit: Die Genfer Runde sendete ein Signal der Gesprächsbereitschaft, doch reale Risiken bleiben aufgrund paralleler militärischer Vorkehrungen und regionaler Manöver bestehen. Die Ukraine sollte die Entwicklungen genau verfolgen — sowohl im Kontext der Energieversorgung als auch in Bezug auf die geopolitischen Prioritäten unserer Partner.

Weltnachrichten

Politik

In einem Interview mit Axios erklärte der Präsident unmissverständlich: Die Ukrainer werden einem Abkommen nicht zustimmen, das einen einseitigen Rückzug Kiews aus dem Donbass und die Übergabe der Kontrolle an Russland vorsieht. Wir erläutern, warum dies die Rahmenbedingungen für weitere Verhandlungen bestimmt und welche Folgen das für die Sicherheit der Ukraine hat.

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