Patientenportal gestartet: Wie man die Deklaration mit dem Arzt online einreicht und warum das für Ukrainer wichtig ist

Das ukrainische Gesundheitsministerium (МОЗ) hat ein „Patientenportal“ eröffnet: Ab sofort können Patienten die Deklaration unterschreiben und ihre Daten nicht mehr in der Warteschlange, sondern online aktualisieren. Das ist ein Schritt zu einer bequemeren Gesundheitsversorgung und zur Vorbereitung auf das Programm „Gesundheitsscreening 40+“.

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Was passiert ist

Das Gesundheitsministerium hat den Start des Patientenportals bekanntgegeben — ein digitales Werkzeug, mit dem man eine Deklaration beim Arzt einreichen und persönliche Daten online verwalten kann. Der Betatest ist abgeschlossen, die Plattform wurde geprüft und steht nun für die breite Nutzung offen.

„Für Ukrainerinnen und Ukrainer ist jetzt die Möglichkeit verfügbar, die Deklaration beim Arzt online einzureichen.“

— Ministerium für Gesundheit der Ukraine

Für wen es funktioniert

Das Portal steht allen volljährigen Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine zur Verfügung. Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren können den Dienst nutzen, sofern sie über eine eigene elektronische Signatur verfügen: Sie erhalten Zugriff auf ihre Daten und können bei bestätigter zivilrechtlicher Geschäftsfähigkeit eigenständig eine Deklaration abgeben oder Kontaktinformationen ändern.

„Das Portal ist für alle Volljährigen und für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren bei Vorhandensein einer eigenen elektronischen Signatur zugänglich.“

— Ministerium für Gesundheit der Ukraine

Was bereits möglich ist

Im persönlichen Bereich sind grundlegende Funktionen umgesetzt, die den Besuch in der Poliklinik für einfache Vorgänge überflüssig machen:

  • Anzeigen und Aktualisieren persönlicher Daten im Elektronischen Gesundheitssystem;
  • Anzeigen aktueller und früherer Deklarationen mit dem Arzt;
  • Arztsuche und Online‑Einreichung der Deklaration;
  • Verwaltung von Zugriffsrechten für elektronische Konten, denen Sie die Verarbeitung personenbezogener Daten erlaubt haben.

Der Zugriff auf die Krankenakte (Laborergebnisse, Rezepte, Diagnosen) wird schrittweise angeschaltet — dies ist für die nächsten Einführungsphasen geplant.

Kontext und praktischer Sinn

Dieser Start ist nicht nur eine Komfortverbesserung. Für das Gesundheitssystem unter den Bedingungen des Krieges und ständiger Bevölkerungsbewegungen erhöht die Möglichkeit, Kontakte schnell zu aktualisieren und Deklarationen aus der Ferne zu erstellen, die Effizienz der Dienstleistungserbringung und reduziert die administrative Belastung des Gesundheitsnetzes. Zudem stärken digitale Instrumente die digitale Souveränität und machen das System weniger anfällig für lokale Zugangsbeschränkungen.

Der Start kommt auch zu einer Zeit, in der die Regierung das Programm „Gesundheitsscreening 40+“ ausrollt: Die Regelung wurde am 10. Dezember 2025 verabschiedet, und die ersten Benachrichtigungen in der App „Diia“ begannen am 30. Januar 2026 — die elektronische Infrastruktur soll die massenhafte Koordinierung von Untersuchungen erleichtern.

Was als Nächstes ansteht und was das für Sie bedeutet

Um zu beginnen, wählen Sie ein beliebiges verifiziertes E‑Konto (staatlich oder von Geschäftspartnern) und melden Sie sich mit Ihrer elektronischen Signatur an. Die Liste der verifizierten E‑Konten ist auf dem Portal des Gesundheitsministeriums verfügbar. Die wichtigste technische Aufgabe für die kommenden Monate besteht darin, die Anbindung der Krankenakten zu gewährleisten und die Erlangung einer E‑Signatur für Jugendliche und abgelegene Bevölkerungsgruppen zu erleichtern.

Die Frage, die bleibt: wie schnell werden sich digitale Dienste von einer Option zur grundlegenden Norm im täglichen Kontakt zwischen Patient und Medizin entwickeln? Davon werden sowohl die Geschwindigkeit der Umsetzung von Programmen zur Früherkennung von Krankheiten als auch die Qualität der medizinischen Versorgung vor Ort abhängen.

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