Bescheinigung des Abgeordnetenhilfers als Betrugsinstrument: Neues Schema vor dem Hintergrund der Mobilisierung

Zwei Mitarbeiter von Abgeordneten der verbotenen OPZZ nahmen Geld von Wehrpflichtigen, indem sie versprachen, eine Ausreise „außerhalb der Grenzübergänge" zu organisieren, und verschwanden dann. Das Schema nutzte den Status eines parlamentarischen Assistenten als Vertrauensdeckmantel.

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Підозрювані (Фото: СБУ)

Ermittler haben zwei Mitarbeiter von Volksdeputierten der verbotenen Partei „Oppositionelle Plattform – Für das Leben" festgenommen. Nach Angaben der Ermittlungen des SBU und DBR versprachen sie wehrpflichtigen Personen, ihre Ausreise ins Ausland außerhalb offizieller Grenzübergangsstellen zu organisieren – sie nahmen Geld und verschwanden. Ihnen wird Betrug in großem Umfang vorgeworfen.

Wie das Schema funktionierte

Geschädigte wandten sich an die Verdächtigen in der Hoffnung, dass diese echte Verbindungen innerhalb des Systems haben: Der Status „Mitarbeiter eines Abgeordneten" signalisierte von vornherein Zugang zu Ressourcen und Menschen in der Macht. Genau darauf wurde das Schema aufgebaut – nicht auf konkrete Versprechen von Dokumenten, sondern auf die Illusion eines Insider-Zugangs.

Nach Angaben der Ermittlungen täuschten die Verdächtigen Menschen, erhielten Gelder und brachen jeden Kontakt ab. Wie viele Personen geschädigt wurden und welche Summen in der Sache verwickelt sind, wird offiziell nicht präzisiert – die Ermittlungen dauern an.

„Verbrecher täuschten Wehrpflichtige, indem sie versprachen, ihre Ausreise ins Ausland außerhalb von Grenzübergangsstellen zu organisieren"

SBU und DBR – in einer gemeinsamen Mitteilung

Oppositionelle Plattform: Partei verboten, Mandate – größtenteils nicht

Der Kontext ist wichtig: Die Oppositionelle Plattform – Für das Leben wurde in der Ukraine 2022 verboten – das Gericht traf die Entscheidung auf der Grundlage von Beweisen für die Unterstützung einer aggressiven antjukrainischen Politik durch Russland. Doch die Mehrheit der 44 Abgeordneten der ehemaligen Fraktion behielt ihre Mandate, indem sie zu anderen Fraktionen wechselten oder fraktionslos wurden.

Das bedeutet, dass Hunderte von Mitarbeitern, die damals bei Abgeordneten der Oppositionellen Plattform angestellt waren, diesen Status formal weiterhin nutzen können. Nach Angaben von „Slovo i Dila" zählte man in der Fraktion Oppositionelle Plattform der IX. Legislaturperiode 508 Mitarbeiter bei 44 Abgeordneten – durchschnittlich mehr als 11 pro Abgeordnetem.

Ein breiteres Muster

Dieser Fall ist nicht isoliert. Bei Systemen zur Ausreise von Wehrpflichtigen ins Ausland wurden bereits mehrere amtierende und ehemalige Abgeordnete zur Rechenschaft gezogen. Insbesondere:

  • Der Volksdeputierte Oleksandr Dubinski und sein ehemaliger Mitarbeiter streiten sich vor Gericht über die illegale Beförderung von Personen über die Grenze mit Hilfe von Dokumenten aus dem System „Schljach".
  • Der DBR und das Büro des Generalstaatsanwalts reichten eine Sache gegen einen Abgeordneten vor Gericht ein, der falsche Angaben in Dokumenten für seine eigene Ausreise ins Ausland machte.
  • Im Jahr 2025 erhielten sieben amtierende Abgeordnete Verdächtigungen wegen verschiedener Straftaten – und dies ist nur die offizielle Statistik von einer Behörde.

Es ist bemerkenswert, dass in allen aufsehenerregenden Fällen der Ausreise entweder der Status eines Abgeordneten oder sein Apparat – Mitarbeiter, Berater, Dokumente über „Dienstreisen" – verwickelt ist. Das Werkzeug ist nicht Korruption innerhalb der TCC, sondern die parlamentarische Schale als Zeichen der Legitimität.

Unbeantwortete Fragen

Überprüfen Strafverfolgungsbehörden derzeit andere Mitarbeiter von Abgeordneten der ehemaligen Oppositionellen Plattform auf ähnliche Systeme – und wenn nicht, warum nicht, angesichts der Tatsache, dass die Partei über 500 Assistenten hatte und die Mehrheit der Mandate immer noch in Kraft ist?

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