Moldaus Premierminister Muntjanu tritt nach acht Monaten im Amt zurück

Aleksandr Muntänu trat als Regierungschef Moldawiens zurück. Der Rücktritt kam für die meisten Beobachter überraschend — es gab keine öffentlichen Vorankündigungen.

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Олександр Мунтяну (Фото: Facebook-акаунт політика)

Premierminister Moldaus Aleksandr Muntyanu gab seinen Rücktritt nach acht Monaten als Regierungschef bekannt. Die Erklärung kam ohne vorherige Ankündigung — noch am Vortag hatte keine moldauische Zeitung von einer innenpolitischen Krise berichtet, die einen solchen Schritt hätte provozieren können.

Muntyanu übernahm die Leitung des Kabinetts mitten im Wahlzyklus, als die regierende Partei Tat und Solidarität von Maia Sandu einen technischen Premierminister mit dem Ruf eines Reformers brauchte. Acht Monate — ein Zeitraum, in dem die Regierung weder strukturelle Reformen abschließen noch öffentlich scheitern konnte.

Eine offizielle Erklärung für den Rücktritt lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor. Das ist an sich bereits ein Problem: In einem Land, das Anspruch auf die EU-Mitgliedschaft erhebt und wo jede institutionelle Veränderung unter der Lupe Brüssels stattfindet, ist eine intransparente Rotation auf Premierminister-Ebene nicht nur eine technische Einzelheit, sondern ein Signal über den Zustand des Systems.

Moldau befindet sich derzeit in zwei parallelen Prozessen: Die Verhandlungen über die Europäische Integration erfordern Stabilität der Exekutive, während die innenpolitische Situation das Gegenteil zeigt. Ein Rücktritt ohne öffentlichen Bericht über die geleistete Arbeit lässt die Frage der Rechenschaftspflicht offen — wer und vor wem trägt Verantwortung für die Entscheidungen, die in diesen acht Monaten getroffen wurden.

Sollte der nächste Premierminister ebenfalls ohne breite öffentliche Diskussion der Kandidatur ernannt werden, wird dies ein Indikator dafür sein, dass die moldauische Exekutive ein persönliches Projekt des Präsidentenbüros bleibt und kein eigenständiges Institut — und genau das wird Brüssel in der nächsten Verhandlungsrunde über den Beitritt fragen.

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