Rutte: Front stabilisiert sich, Russland verliert mehr Soldaten als es mobilisiert

Der NATO-Generalsekretär stellte bei einem Briefing nach dem Treffen des „Ramstein-34"-Formats eine Veränderung der Frontdynamik zugunsten der Ukraine fest – gleichzeitig nannte er Verlustezahlen der Russischen Föderation, die die Fähigkeit Moskaus in Frage stellen, das Tempo der Offensive aufrechtzuerhalten.

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Марк Рютте (Фото: Johan Nilsson / TT / EPA)
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NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat nach der 34. Sitzung der Kontaktgruppe für die Verteidigungsfragen der Ukraine im Format „Ramstein" eine Bewertung der Frontsituation abgegeben. Seine Schlussfolgerung ist zurückhaltend, aber konkret: Putin hat jetzt keinen Grund zur Freude.

«Es ist offensichtlich, dass die Ukraine eine starke Verteidigung aufbaut. Die Frontlinie stabilisiert sich. Es gibt sogar Berichte, dass die Ukraine netto Territorium zurückerobert — nicht massiv, aber zumindest findet eine Stabilisierung statt, und die Bewegungsrichtung ist potenziell richtig».

Mark Rutte, NATO-Generalsekretär

Rutte wies auch darauf hin: Die monatlichen Verluste der RF an der Front übersteigen die Gesamtverluste der UdSSR während der 10-jährigen Afghanistankrieg. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Michail Fedorow, die am selben Tag mitgeteilt wurden, wurden im April 35.203 russische Militärangehörige getötet oder schwer verwundet — alle auf Video bestätigt. Dies ist bereits der fünfte Monat in Folge, in dem Russlands Verluste das Mobilisierungstempo übersteigen.

Was hinter den Zahlen steckt

Nach Fedorows Aussagen beträgt der durchschnittliche Preis für die RF-Armee pro Quadratkilometer 254 Tote, und in der Region Donezk erreicht dieser Indikator 428 Personen. Rutte bezeichnete eine solche Situation als «erstaunlich» und hob besonders die technologische Komponente hervor: Die Ukrainer zeigen «geniale Findigkeit» beim Einsatz von Drohnen. 194 Brigaden der ZSU haben bereits bestätigte Abschüsse von Shahed-Drohnen durch Drohnen-Abfangjäger — ein neuer Rekord.

Vor dem Hintergrund dieser Daten forderte Rutte die Verbündeten auf, die Unterstützung auf 60 Milliarden Dollar Verteidigungshilfe im Jahr 2025 zu erhöhen und wies direkt hin: «Zu wenige Länder tragen eine zu große Last».

Kontext: Winter und Luftverteidigung

Fedorow erinnerte daran, dass Russland zwischen November und März 462 ballistische Raketen, etwa 600 Marineflugkörper und fast 27.000 Shahed-Drohnen gegen die Ukraine abgefeuert hat — mit dem Ziel, die Energieinfrastruktur zu zerstören. Trotzdem brach die Frontlinie nicht zusammen. Selenskyj bestätigte bei einem Briefing: Fünf Partner haben bereits Mittel in das PURL-Programm eingezahlt, Norwegen stellt über 500 Millionen Dollar für unbemannte Systeme und Logistik bereit, die Niederlande über 200 Millionen Euro.

  • 35.203 — bestätigte RF-Verluste im April (Verteidigungsministerium der Ukraine)
  • 5 Monate in Folge — Verluste übersteigen das Mobilisierungstempo
  • 60 Mrd. Dollar — Zielindikator für die Hilfe der Verbündeten 2025 nach Rutte
  • 194 Brigaden der ZSU — bestätigte Abschüsse von Shahed-Drohnen durch Abfangjäger

Rutte vermied Prognosen über Waffenstillstand oder Verhandlungen. Seine Bewertung bezog sich nur auf den tatsächlichen Zustand des Schlachtfelds — und genau das gibt ihr Gewicht: Der NATO-Generalsekretär hat keinen Grund, das Bild für Kiew zu beschönigen.

Die offene Schlüsselfrage bleibt: Wenn die RF-Verluste bereits fünf Monate lang das Mobilisierungstempo übersteigen — hat Moskau ausreichende Reserven, um die derzeitige Angriffsintensität bis Ende 2025 aufrechtzuerhalten, oder wird das nächste «Ramstein» nicht bereits eine Stabilisierung, sondern einen Rückzug verzeichnen?

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