Stab des Sieges: Warum die Ernennung Budanovs den Aufstieg der Ukraine in die höhere Liga staatlicher Widerstandsfähigkeit bedeutet

Die Ukraine geht ins Jahr 2026 mit einer Entscheidung, die die Architektur der Macht verändert. Die Ernennung von Kyrylo Budanov zum Leiter des Präsidialamts ist nicht einfach eine „Personalrotation“, sondern die endgültige Verwandlung der Bankowa vom politischen Schauplatz in das operative Hauptquartier eines kriegführenden Staates. Während Theoretiker über die „Reinheit der Verfahren“ streiten, wählt der Staat ein Instrument, das in der Lage ist, Geheimdienste, Diplomatie und Verteidigung in Echtzeit zu synchronisieren.

53
Aktie:

Zwischen Idealismus und Überleben

Heute hören wir viel Kritik an «Militarisierung des Präsidialamts» und «Handsteuerung». Doch die intellektuelle Attraktivität dieser Thesen stößt an einen methodologischen Fehler: Sie gehen von der Prämisse normaler politischer Zeiten aus. Die Ukraine befindet sich an einem Punkt, an dem verwaltungspolitischer Idealismus ein Luxus ist.

Ein Staat, der Krieg gegen eine nukleare Autokratie führt, kann es sich nicht leisten, eine Vielkanaligkeit der Steuerung zuzulassen, die zu Informationslecks und Verzögerungen führt. Das Präsidialamt ersetzt in dieser Konfiguration nicht die Republik — es wird zu ihrer Panzerung. Das ist eine historische Norm für kriegführende Demokratien: von Churchills Großbritannien bis Israel.

Budanov als Kriegsmanager, nicht als Politiker

Kyrylo Budanov tritt in das zivile Steuerungszentrum nicht als Ideologe. Er ist ein Manager des Ergebnisses. Seine Figur weckt Respekt selbst bei den Feinden, und für die ukrainische Gesellschaft ist er ein Symbol des «kühlen Kalküls».

Manche sehen in dieser Ernennung eine «Kooptation eines populären Führers», doch unter Kriegsbedingungen verringert dies im Gegenteil das Risiko innerer Konkurrenz von Legitimitäten. Statt parallele Machtzentren zu schaffen, integriert der Staat die beste militärische Intelligenz ins Herz der Entscheidungsfindung. Das ist auch ein Signal an die Partner (insbesondere die USA): Die Ukraine verfügt über starke Alternativen und professionelle Kontinuität.

Risiken und «Malyuk-Faktor»

Wir dürfen die Besorgnis der militärischen Gemeinschaft nicht ignorieren. Andriy Biletsky und Yurii Butusov verweisen direkt auf die Erfolge des SBU unter der Leitung von Vasyl Malyuk — von der Zerstörung der russischen Flotte bis hin zu Treffern gegen die strategische Luftwaffe.

Wenn Budanovs Ernennung zur Schwächung des SBU oder zur Politisierung der Geheimdienste führt, wäre das eine Herausforderung für die Verteidigungsfähigkeit. Die Logik des «einheitlichen Konturs» zielt jedoch nicht auf die Schwächung einzelner Glieder, sondern auf deren straffe Koordination. Budanov auf der Bankova — das ist ein Mann, der den Preis eines operativen Fehlers besser kennt als jeder zivile Beamte.

Kontext: Die bittere Wahrheit über «Verschlossenheit»

Vorwürfe zur «Verschlossenheit» des Verhandlungsstrangs unter Leitung eines Geheimdienstlers klingen moralisch richtig, sind aber praktisch naiv. Im Krieg mit Russland ist volle Öffentlichkeit ein Weg zur Sabotage. Verschlossenheit ist in diesem Fall ein Mechanismus zur Bewahrung der Manövrierfähigkeit. Die Gesellschaft muss das Ergebnis kontrollieren — das Erreichen der Grenzen, die Bewahrung der Staatlichkeit und der Handlungsfähigkeit — und nicht jeden Schritt im «dunklen Zimmer» der Geopolitik.

Fazit

Die Republik beginnt dort, wo es einen Staat gibt. Und der Staat beginnt im Krieg mit Kontrolle, Geschwindigkeit und Verantwortung. Die Ernennung Budanovs ist die Wahl des Modells «Operationsstab». Das ist ein riskanter Schritt, doch das Fehlen einer Konzentration der Führung während eines Erschöpfungskrieges bietet keine Demokratie, sondern ein Verwaltungsvakuum.

Wir wählen nicht zwischen dem «Idealen» und dem «Schlechten». Wir wählen zwischen einem wirksamen Mechanismus zum Sieg und einer schönen Illusion der Friedenszeit, die unter Kriegsbedingungen zur Niederlage führt. Die Ukraine wählt Handlungsfähigkeit.

Weltnachrichten

Politik

Im Jahr 2025 erhielten ukrainische Einheiten um ein Viertel mehr spezielle gepanzerte Fahrzeuge — das ist nicht nur eine Vergrößerung des Bestands, sondern wirkt sich auf die Sicherheit von Logistik, Evakuierungen und Kampfeinsätzen aus. Wir erklären, was genau geliefert wurde und warum das bereits heute wichtig ist.

8 Stunden vor