Die Verteidigungskräfte haben in der Nacht zum 25. Juli Militärziele in fünf Regionen gleichzeitig getroffen — in Kirow, Tjumen, Rostow am Don, Jekaterinburg und auf dem Kaspischen Meer. Dies teilten der Sicherheitsdienst der Ukraine und Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.
Das entfernteste Ziel war ein Unternehmen in Kirow in 1200 km Entfernung von der ukrainischen Grenze, das Komponenten für russische Angriffswaffen liefert. Am Tag zuvor war bereits in derselben Stadt das Werk des Unternehmens „Vjatskij Maschinenbauwerk AVITEC" getroffen worden, das Rüstungsgüter herstellt.
Was noch bestätigt wurde
Die ukrainische Regierung nannte eine Liste der beschädigten Objekte:
- Ölraffinerie in Tjumen;
- Logistikobjekt in Jekaterinburg;
- Lager für Kraftstoffe und Schmierstoffe in Rostow am Don;
- Radarstation 92N6E Grave Stone mit Antennenmast in Rostow — Bestandteil des Flugabwehrsystems S-400 „Triumf", mit dem Russland die Ukraine beschießt;
- Flugabwehrraketensystem „Tor-M2" und Elektronischer-Kampf-Komplex „Pole-21" in demselben Rostow;
- zwei Lager mit FPV-Drohnen in Rostow.
Die Kaspische Dimension
Auf dem Kaspischen Meer trafen SBU-Drohnen eine Erdölförderplattform des Philanowski-Feldes, das unter Sanktionen stehende Frachtschiff Port Olya 2 und das Trockenfrachter-Schiff Begey, die Militärgüter zwischen dem Iran und Russland transportierten. Auch wurde ein Raketenkatamaran des Projekts 12418 „Molnija" beschädigt.
Der Anschlag auf Schiffe gerade auf dieser Route ist kein Zufall: Das Kaspische Meer blieb jahrelang eine Zone, die ukrainische Anschläge physisch nicht erreichen konnten, und die Iran-Russland-Logistik dort funktionierte mit minimalen Risiken.
Was das bedeutet
Ein gleichzeitiger Angriff auf Ölraffinerien, Luftabwehr-Depots und die Seeschifffahrtslogistik sind nicht einzelne Episoden, sondern ein Versuch, gleichzeitig gegen Treibstoff, Himmelssicherungsmittel und die Versorgung aus dem Iran vorzugehen. Militärs und Analysten haben die Intensivierung der Anschläge bereits als Beginn von „sehr interessanten Tagen" bezeichnet: Wenn die Anschläge auf Ölraffinerien systematisch andauern, könnte Russland mit einem Treibstoffmangel im Land konfrontiert werden und wäre gezwungen, Luftabwehrkomplexe von der Front abzuziehen, um rückwärtige Objekte zu schützen.
Die Frage ist, ob das russische Luftabwehrsystem gleichzeitig mindestens fünf entfernte Richtungen schützen kann — vom Kaspischen Meer bis zum Ural — wenn die Geografie der Anschläge in diesem Tempo weiter expandiert.