„Flamingo“-Angriff auf Wotkinsk — Selenskyj: Einige wurden abgeschossen, aber diejenigen, die durchkamen, erreichten das Werk

Die systematische Arbeit der Verteidigungsindustrie hat ein Ergebnis gebracht: Langstreckenraketen mit einer Reichweite von 1.400 km haben eine Produktionsanlage in Russland getroffen. Warum das für die Sicherheit wichtig ist und wie sich das auf die Produktion des Gegners auswirken wird — kurz und mit Fakten.

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Запуск ракети "Фламінго" (Фото: компанія-виробник Fire Point)

Was passiert ist

In der Nacht zum 21. Februar haben ukrainische Kräfte ein Raketenwerk in Wotkinsk (Udmurtien) getroffen, berichtete Präsident Wolodymyr Selenskyj während einer Pressekonferenz mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre in Kiew. Es geht um den Einsatz weitreichender Marschflugkörper „Flamingo“ auf eine Entfernung von etwa 1.400 km.

Offizielle Erklärung

"Es gab Abschüsse durch die russische Luftabwehr, es gab nicht abgeschossene [Raketen] und es gab präzise Treffer. Aber am wichtigsten ist, dass alle Raketen, die abgegangen sind – alle das Ziel erreicht haben. Ich halte das für den wichtigsten Erfolg"

— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Selenskyj betonte außerdem, dass dies das Ergebnis der Arbeit der ukrainischen Industrie sei und dass das Produktionsvolumen der „Flamingo“ von der Finanzierung und der Verfügbarkeit von Komponenten abhängen werde.

Warum das wichtig ist

Ein Schlag gegen einen Raketensproduzenten tief im russischen Gebiet erfüllt auf Anhieb mehrere Aufgaben: er stört die Logistik des Feindes, demonstriert die operative Reichweite ukrainischer Waffensysteme und setzt Russland unter Druck, seine Vorräte schnell wiederherzustellen. Selbst wenn die Luftabwehr einen Teil der Geschosse abschießt, verringert die Zerstörung von Produktionskapazitäten das Tempo der Wiederauffüllung offensiver Bestände.

Kontext zum Hersteller

Die Rakete „Flamingo“ wird von dem ukrainischen Unternehmen Fire Point hergestellt, das auch als Hersteller weitreichender Drohnen bekannt ist. Im August 2025 berichtete das Kyiv Independent über Überprüfungen des Unternehmens; das NABU erklärte später, die Ermittlungen beträfen nicht unmittelbar die Produktion der „Flamingo“. Einzelne Medienberichte (unter Berufung auf Quellen) thematisierten Fragen der Eigentumsverhältnisse — diese Fakten sollten von den Ergebnissen der Ermittlungen getrennt werden: Zum Zeitpunkt jener Berichte gab es keine offiziellen Verdächtigungen im Zusammenhang mit der Raketenproduktion.

Was das für die Ukraine und Partner bedeutet

Erstens ist es ein Signal für die wachsenden Fähigkeiten unserer Verteidigungsindustrie — doch das Ausmaß der Wirkung hängt von Investitionen in die Produktion und der Versorgung mit kritischen Komponenten ab. Zweitens verändert der Angriff auf ein Werk tief in Russland die operative Matrix des Gegners: er muss mehr Ressourcen für den Schutz seiner Infrastruktur aufwenden, nicht nur für die Front.

Risiken und Fragen

Ein Schlag gegen Werke auf russischem Territorium kann politische und militärische Folgen haben — von einer Eskalation bis hin zu diplomatischen Erklärungen. Gleichzeitig ist es wichtig, technische Details von Spekulationen zu trennen: Informationen über Ermittlungsmaßnahmen gegen Fire Point wurden in den Medien veröffentlicht, doch die offiziellen Stellen (NABU) kommentierten separat die Reichweite dieser Untersuchungen.

Zusammenfassung

Dies ist ein Beispiel dafür, wie die Kombination aus Technologie, Aufklärung und Logistik Wirkung auf die strategische Infrastruktur des Gegners entfaltet. Nun stellt sich die Frage der Ressourcen: Kann unsere Industrie die Produktion der „Flamingo“ skalieren und werden Partner dies ermöglichen — von der Finanzierung bis zur Komponentenbasis. Die Antworten auf diese Fragen werden bestimmen, inwieweit dieser Erfolg zu einem langfristigen Vorteil wird.

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