Angriff auf „Tamanneftegaz“: Reichweite der ZSU und Schlag gegen russische Logistik

Der Generalstab bestätigte die Beschädigung eines maritimen Ölterminals im Gebiet Krasnodar — ein Beleg für die Ausweitung der Reichweite und den konsequenten Druck auf die rückwärtige Infrastruktur der Russischen Föderation.

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"Таманьнєфтєгаз" (Фото: ресурс окупантів)

Was passiert ist

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtete über einen Treffer auf das Meeresölterminal «Tamanneftegaz» in der Nähe der Siedlung Volna in der Region Krasnodar (Russland). Auf dem Gelände der Anlage wurde ein Feuer registriert; das Ausmaß der Schäden wird noch geklärt.

„Auf dem Gelände der Anlage wurde ein Feuer registriert. Das Ausmaß der Schäden wird noch geklärt.“

— Generalstab der ukrainischen Streitkräfte

Kontext und Taktik

Die Entfernung vom Terminal zur Frontlinie übersteigt 260 km, was die Fähigkeit der ukrainischen Kräfte unterstreicht, in großer Tiefe zu operieren und die rückwärtigen Versorgungsstrukturen des Gegners zu beeinträchtigen. Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Objekt getroffen wurde: ähnliche Angriffe wurden am 22. Januar sowie am 22. und 31. Dezember registriert.

Gleichzeitig bestätigte der Generalstab weitere Treffer: auf der Krim — ein Treffer auf das Flugabwehr-Raketen-Geschützsystem «Pantsir‑S1» in der Nähe von Kacha; in der Oblast Donezk — ein Schlag gegen eine Instandsetzungseinheit einer Artilleriebrigade; in der Oblast Saporischschja — Treffer auf ein Aufmarschgebiet von Streitkräften in der Nähe von Lyubymivka.

Folgen und Ausblick

Der Schlag auf das Ölterminal hat mehrere praktische Effekte: erstens erhöht er den Druck auf die russische Energie-Logistik; zweitens steigert er die Kosten und Risiken für rückwärtige Infrastrukturobjekte; drittens erzeugt er einen Informations- und Moral-Effekt, der die Ressourcenverteilung des Gegners beeinflussen kann.

Militäranalytiker weisen auf die Systematik solcher Operationen hin: Im Februar wurden Treffer auf Ziele in der Oblast Wolgograd verzeichnet (Raffinerie am 11. Februar, Arsenal am 12. Februar), was zusammen mit dem heutigen Schlag auf eine Strategie konsequenten Drucks auf die Versorgungsketten der Russischen Föderation hindeutet.

Zusammenfassung: offiziell — ein Feuer und die Klärung der Schäden; strategisch — ein Beleg für die Ausweitung des Wirkungskreises und die Erhöhung der Kosten zur Aufrechterhaltung rückwärtiger Positionen Russlands. Ob dies den Kreml dazu zwingt, den Schutz kritischer Infrastrukturen außerhalb der Frontlinie zu überdenken — eine Frage, deren Beantwortung von weiteren Aktionen und der internationalen Reaktion abhängen wird.

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