Was Valeriy Zaluzhny sagte
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press sagte der ehemalige Oberbefehlshaber, jetzt Botschafter im Vereinigten Königreich, Valeriy Zaluzhny, dass der Gegenangriff 2023 wegen fehlender Ressourcen nicht erfolgreich gewesen sei, die seiner Aussage nach Präsident Wolodymyr Selenskyj und andere Amtsträger nicht bereitgestellt hätten.
"Der Gegenangriff ist wegen eines Mangels an Ressourcen seitens des Präsidenten und anderer Amtsträger gescheitert."
— Valeriy Zaluzhny, ehemaliger Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Botschafter der Ukraine im Vereinigten Königreich
Details des Plans und worin das Problem bestand
Laut Zaluzhny sah der ursprüngliche Plan, der zusammen mit NATO-Partnern ausgearbeitet worden sei, vor, die Kräfte zu «eine einzige Faust» zu konzentrieren — eine gebündelte Operation in der Oblast Saporischschja mit anschließendem Vormarsch nach Süden bis zum Asowschen Meer. Ziel war es, den Logistikkorridor zu durchtrennen, der die Halbinsel Krim versorgte.
Stattdessen, nach Darstellung des Ex-Oberbefehlshabers, wurden die Truppen über ein großes Gebiet zerstreut, was die Schlagkraft schwächte und die operative Überraschung verringerte.
Bestätigungen und externe Bewertungen
Associated Press bestätigte einen Teil dieser Behauptungen durch zwei westliche Militärvertreter, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen. Analysten und Teile des Militärs hatten die Operation bereits zuvor wegen ihrer Ambition und des späten Beginns kritisiert — eine Zeitspanne, die den Russen erlaubte, ihre Stellung zu befestigen.
Fakten zum Verlauf der Operation
Im Jahr 2023 rückten ukrainische Truppen im Süden in zwei Richtungen vor und befreiten mehrere Ortschaften; zudem gab es Vorstöße bei Bachmut in der Oblast Donezk. Ein Durchbruch bis Tokmak und ein weiterer Durchbruch, über den einige Abschnittskommandeure berichtet hatten, fand jedoch nicht statt. Später eroberten russische Kräfte die Mehrzahl der zuvor befreiten Gebiete zurück.
Im Februar 2024 bemerkte Präsident Selenskyj, dass der Plan des Gegenangriffs „bereits auf dem Tisch des Kremls“ gelegen habe, noch bevor er begonnen wurde — ein gesondertes Signal dafür, wie Informationslecks und Planung die operative und strategische Lage beeinflussen.
Warum das für Sie wichtig ist
Das ist nicht nur ein interner Streit zwischen Generälen und Politikern. Es geht um Ressourcen, die das Leben der Menschen an der Front bestimmen und das Vertrauen der Gesellschaft in strategische Entscheidungen. Wenn der Plan konzentrierte Kräfte erforderte und diese nicht bereitgestellt wurden, stellen sich von selbst Fragen nach Transparenz, Verantwortung und Prioritäten.
Fazit
Die Erklärung Zaluzhnys rückt nicht nur Fragen nach den Ursachen von Niederlagen oder verpassten Chancen in den Vordergrund, sondern auch die Mechanismen der Entscheidungsfindung in Kriegszeiten. Die nächsten Schritte sind eine Überprüfung der Fakten, ein offener Dialog zwischen militärischer und ziviler Führung sowie eine klare Planung der Ressourcenzuteilung. Während Partner und Gesellschaft auf Ergebnisse warten, ist das Wichtigste, dass Erklärungen in tatsächliche Verträge und Lieferungen umgesetzt werden, die die Position unserer Streitkräfte auf dem Schlachtfeld stärken.