Was passiert ist
Die Werchowna Rada konnte den Plenartag am 12. Februar wegen Stimmenmangels nicht eröffnen: mehrere Versuche einer Signalabstimmung blieben ohne Ergebnis, weshalb der erste stellvertretende Parlamentsvorsitzende eine Unterbrechung ausrief. Die Übertragung lief auf dem Kanal Rada.
„Die Behandlung der Tagesordnungspunkte für heute ist abgeschlossen. Danke an alle für die ergebnislose Arbeit. Ich wünsche Gesundheit allen, die aus diesen Gründen heute nicht kommen konnten, gute Besserung.“
— Олександр Корнієнко, erster stellvertretender Vorsitzender der Werchowna Rada
Mögliche Ursachen
УП, unter Berufung auf ungenannte informierte Gesprächspartner, und mehrere Telegram‑Kanäle berichteten von einer möglichen massenhaften Lebensmittelvergiftung, angeblich in der Kantine des Parlaments. Abgeordneter Ярослав Железняк bestätigt teilweise die Berichte über Erkrankungen, weist aber darauf hin: Die Zahl der Fälle sei gering, und viele Abgeordnete seien auf Dienstreisen gewesen.
„Man sagt, es sei irgendein Virus oder eine Vergiftung. Bisher ist das nicht abschließend geklärt. Ich glaube nicht, dass es die Kantine ist – nur wenige Abgeordnete gehen dorthin. Es sind sehr unterschiedliche Menschen erkrankt. Schwer zu verstehen, was sie verbindet, welche gemeinsame Quelle der Krankheit besteht.“
— Олександр Мережко, Vorsitzender des Ausschusses der Werchowna Rada für Außenpolitik und zwischenparlamentarische Zusammenarbeit
Was das für die Arbeit des Parlaments und die Sicherheit bedeutet
Diese Fragen sind wichtiger, als sie auf den ersten Blick erscheinen. In Kriegszeiten kann bereits ein einziger Tag fruchtloser Sitzungen Ratifizierungen, Haushaltsentscheidungen oder Maßnahmen verzögern, die die Unterstützung der Armee und der Partner betreffen. Nach Aussage Железняка bestand die Tagesordnung an diesem Tag überwiegend aus Ratifizierungen, deshalb war der Stimmenmangel vorhersehbar.
Kontext: Am Vortag, dem 11. Februar, hat die Werchowna Rada die Höchstaltersgrenze für Staatsbedienstete um fünf Jahre erhöht, eine einjährige Verschiebung für einen Teil der Vertragssoldaten beschlossen und eine landesweite Schweigeminute um 09:00 Uhr angeordnet. Die nächste Plenarwoche beginnt am 24. Februar.
Kurzfassung
Während die Untersuchungen zu den Ursachen der gesundheitlichen Verschlechterungen andauern, muss das Parlament sowohl technische als auch organisatorische Widerstandsfähigkeit sicherstellen: von der Kontrolle des Quorums bis zu medizinischen Abläufen im Gebäude. Politische und medizinische Quellen klären weiterhin die Umstände.
Dies ist ein Test der institutionellen Zuverlässigkeit in einer Zeit erhöhter Belastungen. Davon, welche praktischen Schritte die Parlamentsleitung und die Fraktionen ergreifen — in Bezug auf die Registrierung der Abgeordneten, Logistik und Gesundheitsvorsorge — wird abhängen, wie zügig in den kommenden Wochen kritisch wichtige Entscheidungen getroffen werden.