Selenskyj reist zu G7 und NATO: Drei Themen, die Ukraines Unterstützung diesen Sommer bestimmen

Europäische Sicherheit, Drohnenabkommen und konkrete Garantien – worum Kiew mit seinen Partnern auf zwei wichtigen Gipfeln verhandeln wird.

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Володимир Зеленський під час відеозвернення 13 червня 2026 року (Фото: скриншот з Telegram-каналу Зеленського)

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Agenda für zwei der wichtigsten internationalen Foren der kommenden Wochen – den G7-Gipfel und den NATO-Gipfel – dargelegt. Nach seinen Aussagen kommt die Ukraine nicht mit abstrakten Bitten, sondern mit konkreten Vorschlägen.

Drei Verhandlungsachsen

Die erste betrifft die Architektur der europäischen Sicherheit unter Bedingungen eines andauernden Krieges. Kyjiw besteht darauf, dass jedes Gespräch über „Stabilität des Kontinents" ohne klare Verpflichtungen gegenüber der Ukraine ein Gespräch im Vakuum ist.

Die zweite sind sogenannte Drone Deals: bilaterale Vereinbarungen über gemeinsame Produktion und Lieferung von Drohnen. Selenskyj bewirbt ein Modell, bei dem Partner nicht einfach Technik bereitstellen, sondern die Produktion teilweise auf ukrainischem oder benachbartem Gebiet lokalisieren.

Die dritte Achse ist bislang am wenigsten öffentlich: Selenskyj kündigte „weitere Themen" an, ohne sie näher zu erläutern. Nach bisherigen Verhandlungsrunden dürfte es dabei um eingefrorene russische Vermögenswerte und Bedingungen für mögliche Waffenstillstände gehen.

Warum gerade jetzt

Beide Gipfel finden zu einem Zeitpunkt statt, in dem die westliche Militärhilfe wieder verlangsamt ist – nicht wegen mangelnder Entscheidungen, sondern wegen mangelnden Tempos bei ihrer Umsetzung. Drone Deals sind in diesem Zusammenhang ein Versuch, den bürokratischen Zyklus zu umgehen: Statt in der Schlange auf Budgetgenehmigungen zu warten, soll eine direkte industrielle Verbindung geschaffen werden.

Das Risiko für Selenskyj liegt auf der Hand: Gipfel produzieren Kommuniqués, keine Waffen. Sollten die Drone Deals grundsätzliche Vereinbarungen ohne Lieferpläne und Verifizierungsmechanismen bleiben – wäre dies eine Wiederholung des bereits bekannten Szenarios mit Unterstützungspaketen, die laut angekündigt, aber leise und langsam umgesetzt werden.

Umfang der Einsätze

Nach Daten von Analysten des Kiel-Instituts fiel das Tempo neuer Verpflichtungen der G7-Staaten gegenüber der Ukraine im ersten Quartal 2025 auf den niedrigsten Wert seit Beginn der vollumfassenden Invasion. Vor diesem Hintergrund ist die Initiative zu Drohnen nicht nur eine militärische Logistik, sondern ein Test dafür, ob Verbündete in der Lage sind, von Erklärungen zu industrieller Zusammenarbeit während einer aktiven Kriegsphase überzugehen.

Sollten die Drone Deals konkrete Fristen und einen öffentlichen Berichterstattungsmechanismus erhalten – dies verändert die Logik der Hilfe. Wenn nicht – wie unterscheidet sich dieses Format von vorherigen „Paketen", an die ohnehin kaum noch jemand denkt?

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