Was passiert ist
Nach Angaben von UNN unter Berufung auf das NOK der Ukraine hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) dem Skeletonfahrer und Fahnenträger der ukrainischen Mannschaft, Vladyslav Heraskevych, untersagt, bei den XXV. Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand–Cortina einen speziellen „Gedenkhelm“ zu tragen. Als Reaktion hat das Nationale Olympische Komitee das IOC gebeten, diese Entscheidung zu überdenken und dem Sportler zu erlauben, gefallene ukrainische Kolleginnen und Kollegen zu ehren.
Der Helm wurde geschaffen, um ukrainische Sportler zu würdigen, die beim Schutz der Ukraine ums Leben kamen oder Opfer des umfassenden Kriegs Russlands gegen die Ukraine wurden. Das NOK der Ukraine betont, dass er vollständig den Sicherheitsanforderungen und den Regeln des IOC entspricht, keine Werbung, politischen Parolen oder diskriminierenden Elemente enthält und während offizieller Trainings als regelkonform bestätigt worden sei. Die Ukraine hat die olympischen Werte immer respektiert, respektiert sie und wird sie respektieren und hält sich an die Olympische Charta.
— NOK der Ukraine
Reaktion der Regierung und Informationshintergrund
Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte auf das Verbot und betonte die Bedeutung, die Wahrheit über den Krieg über große Plattformen, darunter den Sport, einem internationalen Publikum zu vermitteln. Parallel dazu hat das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation eine Desinformationskampagne dokumentiert: Russische Propagandisten hätten angeblich eine gefälschte Story verbreitet, die im Format eines Beitrags des kanadischen Senders CBC zusammengeschnitten sei, um ukrainische Sportler zu diskreditieren.
Warum das wichtig ist
Die Situation verbindet mehrere Ebenen: Erstens verbieten die Regeln des IOC traditionell offensichtliche politische Botschaften auf der Ausrüstung von Sportlern. Zweitens gewinnen symbolische Gesten in Zeiten eines umfassenden Krieges für die ukrainische Öffentlichkeit und die internationale Gemeinschaft zusätzliche Bedeutung. Drittens erhält jede Entscheidung sportlicher Institutionen vor dem Hintergrund aktiver Informationskampagnen des Gegners automatisch politischen und medialen Resonanzwert.
Was als Nächstes passieren könnte
Das NOK erwartet eine „faire, objektive und unparteiische Entscheidung“ des IOC und drängt auf eine transparente Prüfung der Argumente zu Sicherheit und Regelkonformität. Analysten für Informationssicherheit weisen darauf hin, dass die Entscheidung des IOC nicht nur sportliche, sondern auch reputationsbezogene Konsequenzen haben wird: Sie könnte für die Partner der Ukraine ein Signal dafür sein, wie internationale Institutionen mit Formen des Gedenkens in Kriegszeiten umgehen. Ob sportliche Regeln den humanitären Kontext berücksichtigen können, ohne die Olympischen Spiele in eine Plattform für Propaganda zu verwandeln, wird von den Argumenten der Parteien und der Wachsamkeit der internationalen Gemeinschaft abhängen.
Quellen: UNN (mit Mitteilung des NOK der Ukraine), Stellungnahme des NOK, Daten des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation.