In Mailand hat die ukrainische Shorttrackerin Єлизавета Сидьорко den nationalen Rekord über 500 Meter aufgestellt — 43,337 Sekunden. Trotzdem zog sie nicht in das Viertelfinale ein: der vierte Platz in ihrem Lauf beraubte die Sportlerin der weiteren Konkurrenz, obwohl ihre Zeit im Gesamtklassement konkurrenzfähig war.
„Єлизавета Сидьорко встановила національний рекорд на дистанції 500 метрів — 43,337 секунди.“
— УНН (laut den offiziellen Ergebnissen der Olympiade-2026)
Nach dem Qualifikationsformat zogen die zwei Besten jedes Laufes in das Viertelfinale ein, außerdem die vier schnellsten Athletinnen von den dritten Plätzen nach Zeit. Сидьорко belegte in ihrem Lauf den vierten Platz, sodass ihr starker Zeitwert ihr keine zusätzliche Startberechtigung einbrachte.
Der vorherige ukrainische Rekord über diese Distanz lag bei 43,5 Sekunden — die Sportlerin verbesserte die Marke also um 0,163 s. Auf 500 Metern entscheiden Hundertstelsekunden oft über das Ergebnis und die weitere Karriereperspektive.
Die Situation erinnert außerdem an die Bedeutung der Zufälligkeit der Startaufteilung: in einigen Läufen war der Kampf enger, und gerade die Verteilung der Athletinnen auf die Läufe entschied, wer weiterkam. Zum Beispiel zeigte die Vertreterin Südkoreas Лі Со-йон, die sich als Dritte weiterqualifizierte, eine schlechtere Zeit als Сидьорко, doch das Regelwerk, nach Platzierung im Lauf zu qualifizieren, blieb unberührt.
Ergebnisse der Qualifikation — 500 m (Frauen)
1. Ханне Десмет (Бельгія) — 43,182.
2. Чхве Мін Джон (Південна Корея) — 43,204.
3. Джулі Летай (США) — 43,275.
4. Єлизавета Сидьорко (Україна) — 43,337.
Was das bedeutet
Erstens ist das ein klarer Indikator für den Fortschritt des ukrainischen Shorttracks: der Rekord ist der Beleg dafür, dass Investitionen in die Vorbereitung und die Arbeit der Trainer Wirkung zeigen. Zweitens ist Spitzensport nicht nur Zeitmessung, sondern auch Taktik, Setzlisten und ein Element Glück durch die Aufteilung der Läufe. Drittens ist dieses Ergebnis ein Argument für den Verband und Sponsoren: um solche Verbesserungen in konstante Leistungen auf höchstem Niveau zu verwandeln, bedarf es systematischer Unterstützung.
Der nächste Schritt besteht darin, diesen Rekord als Plattform zu nutzen: technische Arbeit am Start und an der Taktik, internationale Trainingslager und Wettkampferfahrung können Sekunden in Finalplätze verwandeln. Ob diese 0,163 s der Beginn einer neuen Welle für den ukrainischen Shorttrack werden — das ist eine Frage an die Sportführung und diejenigen, die die Unterstützung der Athletinnen und Athleten gestalten.