Handschuh statt Helm: Debütant Shepyuk unterstützt Heraskevych bei den Spielen 2026

Das Debüt bei den Olympischen Spielen verwandelte sich in eine Solidaritätsgeste: Ein ukrainischer Skirennläufer zeigte einen Handschuh mit einer Aufschrift als Protest gegen das Verbot des „Helms der Erinnerung“. Warum das wichtig ist — kurz und ohne Emotionen.

45
Aktie:

Geste, die mehr sagt als Worte

Nach dem Zieleinlauf im Super‑G bei den XXV. Olympischen Winterspielen zeigte der ukrainische Skifahrer Дмитро Шеп’юк einen Handschuh mit der Aufschrift «Ukr heroes with us». Über diese Geste berichtet UNN unter Berufung auf das Nationales Olympisches Komitee der Ukraine; für den 20‑jährigen Athleten waren es seine ersten Olympischen Spiele, er belegte den 36. Platz.

Kontext: symbolische Antwort auf die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC)

Shepyuks Geste ist kein einzelner Akt emotionaler Unterstützung. Er reagierte auf den Skandal um das Verbot des Internationalen Olympischen Komitees, den sogenannten «Gedenkhelm» zu verwenden — einen Helm mit Abbildungen gefallener ukrainischer Sportler. Dieses Symbol des Wartens und des Gedenkens sollte eine Diskussion über die Grenzen des Ausdrucks nationaler Trauer auf internationaler Bühne auslösen; Shepyuks Geste verwandelte sie in eine sichtbare und leicht verständliche Form der Solidarität.

Wer sonst noch unterstützte

Neben Shepyuk bekundete auch die Rennrodlerin Олена Смага ihre Solidarität, und die ukrainischen Streitkräfte initiierten einen Flashmob unter dem Motto «Erinnerung ist kein Verstoß». Diese vielfache Unterstützung verstärkt die Botschaft: Es handelt sich nicht um einen privaten Protest eines einzelnen Sportlers, sondern um eine gesellschaftliche Geste des Gedenkens und der Würde.

"Ich werde bei den Olympischen Spielen 2026 nur mit dem 'Gedenkhelm' antreten, trotz der Drohung einer Disqualifikation."

— Владислав Гераскевич, Skeletonfahrer

Warum das für die Ukraine wichtig ist

Erstens ist es eine Frage der Identität: Wenn internationale Institutionen Formen der Memorialisierung einschränken, wird die Reaktion der Athleten zu einem Weg, das nationale Gedenken im öffentlichen Raum zu bewahren. Zweitens ist es eine Kommunikation mit dem inneren Publikum — mit dieser Geste sprechen die Sportler zur Gesellschaft und den ukrainischen Streitkräften (ZSU) darüber, dass das Gedenken an die Gefallenen selbst in Wettbewerben nicht aufgegeben wird.

Wie es weitergeht

Das Risiko disziplinarischer Konsequenzen für Гераскевич bleibt real. Gleichzeitig schaffen die vielfältigen symbolischen Aktionen — Shepyuks Handschuh, Smagas Unterstützung, der Flashmob der ukrainischen Streitkräfte — einen Informationskontext, der ein schnelles Verstummen der Geschichte erschwert. Die Frage ist jetzt, ob die symbolische Solidarität in einen Dialog mit internationalen Organisationen übergeht oder ob die Konfrontation eine formale Fortsetzung finden wird.

Quellen: UNN, Nationales Olympisches Komitee der Ukraine; öffentliche Erklärungen der Sportler.

Weltnachrichten