Drei Tage Gewitter und dann Bergung: Warum Juni-Böen nicht nur Regenschirme treffen

Das Ukrainische Hydrometeorologische Zentrum prognostiziert kurzfristige Regenfälle, Gewitter und stellenweise Hagel mit Windböen von bis zu 15–20 m/s in den meisten Regionen der Ukraine. Für Landwirte ist dies nicht nur schlechtes Wetter – der Juni stellt ein kritisches Zeitfenster vor der Getreideernte dar.

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In den nächsten drei Tagen wird sich die Ukraine unter Wetterfronten bewegen: Regen, Gewitter, teilweise starker Wind und Hagel — dies ist die Vorhersage des Ukrainischen Hydrometeorologischen Zentrums für den 15.–17. Juni. Die Tagestemperaturen liegen je nach Region zwischen +18 und +25°C.

Wer und wann ist betroffen

Das Muster der Frontbewegung ist klar: Am 15. Juni erfassen Regen und Gewitter die meisten Gebiete, am 16. Juni — alles außer dem Osten, am 17. Juni — Osten und Südosten, Transkarpatien und Vorkarpatien. Gerade im Osten am 17. erkennen Meteorologen das höchste Risiko: in einzelnen Regionen werden Hagel und Sturmböen bis 15–20 m/s erwartet.

In den nächsten 24 Stunden in den meisten Gebieten, tagsüber am 16. Juni in der Ukraine außer im Osten, am 17. Juni in den östlichen Gebieten, in Transkarpatien und Vorkarpatien kurzzeitige Regenfälle, teilweise Gewitter; morgen tagsüber im Osten und Südosten des Landes in einzelnen Regionen — Hagel und Sturmböen 15–20 m/s.

— Ukrainisches Hydrometeorologisches Zentrum

Wetter als agronomisches Risiko

Juni ist nicht einfach nur ein Sommermonat. Es ist die Zielgerade für Wintergetreide: Weizen und Gerste bilden Körner, und genau in diesem Moment kann ein Sturm oder Hagelschlag die Ernte auf Flächen zerstören, die den Winter, Raketenangiffe und die Frühjahrstrockenheit überstanden haben.

Nach den Ergebnissen der dritten Dekade Juni der Vorjahre verzeichnete das Ukrainische Hydrometeorologische Zentrum, dass kontrastreiches Wetter mit starken Temperaturschwankungen und mechanischen Hagelschäden an Pflanzen den Zustand der Kulturen in betroffenen Regionen erheblich beeinträchtigte. Diese Saison warnen Meteorologen rechtzeitig — aber die Geographie des Hagels bleibt bis zum konkreten Gewitterwolken unvorhersehbar.

Was „Sturm 20 m/s" praktisch bedeutet

  • 20 m/s — das sind 72 km/h. Abgebrochene Äste, zerrissene Dächer, umgestürzte Konstruktionen.
  • Für Bau und Wiederherstellung zerstörter Infrastruktur: Arbeiten in der Höhe werden bei Wind ab 15 m/s eingestellt.
  • Für Fahrer: auf Brücken und offenen Straßenabschnitten wird seitliche Verschiebung eines Lastwagens zu einem realen Risiko.
  • Für Militär und Freiwillige auf offenen Positionen: verminderte Sicht, erschwerte Logistik.

Meteorologen geben keine spezifischen Ortschaften an — die Vorhersage erfolgt auf Gebietsebene. Das heißt, benachbarte Landkreise können entweder 50 mm Niederschlag oder gar nichts bekommen.

Nach der Front

Nach dem 17. Juni soll die Wetterfronten abziehen. Wenn die Temperatur nach den Gewittern auf +25°C und darüber ansteigt, ohne neue Niederschläge, beginnt im Osten eine trockene und heiße Phase — genau die, die in Kombination mit vorheriger Feuchtigkeit die besten Bedingungen für die Ernte von Frühgetreide bietet.

Die Frage ist aber anders: Wenn die Sturmböen am 17. Juni über die Getreidefelder in der Region Charkiw oder Saporischschja fegen — wird es eine staatliche Entschädigung für die Landwirte geben, die ohnehin Getreide unter Beschuss anbauen, oder wird dieses Wetter einfach zu einem weiteren unbeachteten Schaden der Kriegssaison?

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