Während einige Insider Ende April versicherten, dass das iPhone 18 Pro die Abmessungen der siebzehnten Serie behält – und sogar Dummy-Einheiten zeigten, zu denen die alten Hüllen passten – sagen neue Leaks das Gegenteil. Der Tipster Abhishek Yadav und Fotos von Schutzfolien, die im Netz veröffentlicht wurden, deuten auf erheblich veränderte Proportionen des Gehäuses hin.
Was sich genau ändert
Laut neuen Leaks wird das iPhone 18 Pro ein Display von etwa 6,4 Zoll erhalten, während das Pro Max sich der 7-Zoll-Marke nähern wird. Gleichzeitig werden die Gehäuse höher, aber dafür etwas schmäler – das heißt, Apple könnte das Seitenverhältnis ändern, statt einfach die Größe zu erhöhen.
Die Displayschutzfolien, die ins Netz gelangten, enthüllten ein weiteres Detail: Die Öffnung für die Front-Kamera Dynamic Island ist deutlich kleiner und leicht nicht mittig positioniert. Dies stimmt mit Gerüchten über eine Reduzierung der Dynamic Island-Größe um 25–35% überein.
«Leaked protective films show a noticeably smaller front camera opening placed slightly off-centre»
91mobiles
Warum «höher und schmäler» keine reine Ästhetik ist
Nach industrieller Logik löst die Änderung der Proportionen eine konkrete Ingenieursaufgabe: die Displayfläche zu vergrößern, ohne das Telefon in der Hand breiter zu machen. Ein schmäleres Gehäuse ermöglicht es dem Daumen, einen größeren Teil des Displays zu erfassen – genau deshalb sind Android-Hersteller bereits seit mehreren Jahren massenhaft zu Seitenverhältnissen von 20:9 und höher übergegangen.
Apple dagegen hielt lange an eigenen Standards fest. Das iPhone X von 2017 wechselte von 16:9 zu 19,5:9, und das Unternehmen positionierte dies als Balance zwischen Displaygröße und Benutzerfreundlichkeit mit einer Hand. Seitdem haben sich die Proportionen kaum verändert – im Gegensatz zur Konkurrenz.
- Breiteres Telefon = schwerer, mit dem Daumen die gegenüberliegende Kante zu erreichen
- Höheres und schmäleres Telefon = größeres Display ohne Vergrößerung der Griffbreite
- Kleineres Dynamic Island = mehr nutzbarer Fläche oben, ohne zur Unter-Display-Kamera zu wechseln
Widerspruch zwischen den Leaks – kein Fehler, sondern ein Signal
Dass neue Gerüchte den April-Leaks direkt widersprechen, ist aufschlussreich. Wie AndroidHeadlines bemerkt, zeigten frühe Dummy-Einheiten die Beibehaltung der Größen, und einige Tester bestätigten sogar die Kompatibilität mit iPhone 17-Hüllen. Die neuen Leaks spiegeln entweder spätere Entscheidungen bei Apple wider, oder einer der beiden Informationsströme ist fehlerhaft.
Der September wird zeigen, wer recht hatte. Sollte sich aber die Änderung der Proportionen bestätigen – das wäre die erste bemerkenswerte geometrische Transformation des iPhone Pro seit dem Wechsel zu 19,5:9 im Jahr 2017.
Die eigentliche Frage ist: Wenn das Pro Max wirklich die 7-Zoll-Marke bei der Diagonale durchbricht, bleibt es dann noch ein «Smartphone für eine Hand» – oder erkennt Apple stillschweigend an, dass das Flaggschiff endgültig ein Tablet geworden ist, das telefoniert?