Google Play Services «frisst» den Akku der Galaxy Watch – und Samsung schweigt weiterhin

Nach den jüngsten Updates verbraucht Google Play Services über 10 Prozent des Akkus auf Galaxy Watch verschiedener Generationen. Samsung hat nicht reagiert, während Nutzer eigenständig nach Lösungen suchen.

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Galaxy Watch 7 (Фото: Samsung)

Wenn Ihre Galaxy Watch plötzlich doppelt so schnell leer wird – liegt das Problem wahrscheinlich nicht bei Ihnen. Vor einigen Wochen berichteten Besitzer verschiedener Galaxy-Watch-Modelle von einem deutlichen Rückgang der Akkulaufzeit: Google Play Services erwies sich laut Statistiken als Hauptverursacher. Das Problem betrifft die Watch 7, Classic 6, Classic 8 und Ultra 2025.

Das in Zahlen

Nach Angaben eines Reddit-Nutzers hielt seine Galaxy Watch Ultra zuvor vier Tage ohne Always-On-Display – jetzt hat sich die Situation grundlegend geändert. In anderen Fällen belegte Google Play Services über 15–25% des Gesamtstromverbrauchs – und der Anteil stieg weiter. In den meisten dokumentierten Fällen überschreitet der Dienst 10% des Gesamtverbrauchs.

Ein wichtiges Detail: Das Nutzerverhalten hat sich nicht geändert. Die Nutzer installierten keine neuen Apps und änderten keine Einstellungen – das Problem trat nach einem Sicherheitsupdate oder einer Aktualisierung von Google Play Services selbst auf.

Was die Community bereits ausprobiert hat

  • Löschen des Caches und des Speichers von Google Play Services – bietet einen vorübergehenden Effekt.
  • Deinstallieren und erneutes Installieren von Google Assistant auf der Uhr – einige Nutzer berichten nach diesem Schritt von der Beseitigung des Problems.
  • Ein Neustart stabilisiert die Situation nur kurzzeitig, löst das Problem aber nicht.
  • Ein vollständiger Reset auf Werkseinstellungen – eine letzte Option, die auch keine Erfolgsgarantie bietet.

«Google Play Services zeigte 60% Verbrauch auf meiner Watch 6 Classic. Nach dem Deinstallieren und Aktualisieren von Google Assistant – kein Problem mehr».

Samsung-Community-Nutzer

Warum das mehr als nur unbequem ist

Google Play Services ist keine gewöhnliche App. Sie ist verantwortlich für Sensoren, Bluetooth, GPS und die meisten Hintergrundfunktionen der Uhr. Wenn sie nicht ordnungsgemäß funktioniert, werden die betroffenen Uhren praktisch zu Trackern, die täglich aufgeladen werden müssen – selbst bei Modellen, die als «eine Woche» Laufzeit beworben werden.

Hier ergibt sich ein echter Konflikt: Sicherheitsupdates, die die Sicherheit erhöhen sollten, haben ein Schlüsselmerkmal des Produkts verschlechtert. Und keine der beiden Seiten – weder Samsung noch Google – hat sich dazu öffentlich geäußert.

Reaktion des Herstellers: Stille

Samsung hat sich offiziell nicht zu dem Problem geäußert. Android Authority hat das Unternehmen um einen Kommentar gebeten und wartet auf eine Antwort. Da das Problem mehrere Modelle betrifft, ist es wahrscheinlich, dass ein Fix gemeinsam von Samsung und Google veröffentlicht wird.

Aber bislang – keine Termine, keine Bestätigung. Nutzer haben die Wahl: entweder warten oder selbst mit Google Assistant experimentieren.

Wenn das nächste Sicherheitsupdate ohne Behebung dieser Regression erscheint – wie viele Nutzer werden dann einfach zu dem Schluss kommen, dass «Samsung-Uhren schnell leer werden» und beim nächsten Kauf eine andere Plattform wählen?

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