Mehr als 22.000 Unterschriften für den Erhalt von GPT‑4o: Was Nutzer verlieren und warum OpenAI nicht nachgibt

Eine Petition auf Change.org hat nach der Entscheidung von OpenAI, das Modell GPT‑4o außer Betrieb zu nehmen, mehr als 22.000 Unterschriften gesammelt. Wir analysieren, warum das Unternehmen zu diesem Schritt gegriffen hat, was hinter den Klagen steckt und welche Folgen das für Nutzer hat – insbesondere in der Ukraine.

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GPT-4o на смартфоні (Фото: Depositphotos)

Warum das jetzt wichtig ist

Mehr als 22 000 Menschen haben eine Petition für den Erhalt von GPT‑4o unterschrieben, nachdem OpenAI das Modell endgültig aus dem Betrieb genommen hat. Die Nachricht, die Business Insider berichtet, ist nicht nur wegen der Anzahl der Unterzeichner interessant: Sie ist ein Beispiel für den Konflikt zwischen der Nachfrage bestimmter Nutzergruppen nach einem „warmen“ Kommunikationsstil mit der KI und dem Bestreben des Unternehmens, Risiken zu verringern und die Entwicklung um neue Modellgenerationen zu konsolidieren.

Die Entscheidung von OpenAI — ein rationaler Übergang oder die Ignorierung der Forderungen der Community?

In ihrer Stellungnahme erklärte OpenAI die Schließung von GPT‑4o mit geringer Nachfrage: Laut dem Unternehmen nutzten etwa 0,1% der Nutzer das Modell. Das Unternehmen stellt dies zudem als strategischen Übergang zu GPT‑5.1 und GPT‑5.2 dar, die seiner Ansicht nach höhere Stabilität und bessere Sicherheitsgarantien bieten.

"Das Modell wurde von ungefähr 0,1% der Nutzerschaft verwendet, daher bündeln wir unsere Ressourcen auf neuere Versionen, die den Anforderungen an Stabilität und Sicherheit besser entsprechen."

— OpenAI, offizielle Stellungnahme

Gesellschaftliche Reaktionen und rechtliche Risiken

Befürworter von GPT‑4o bezeichneten es in der Petition als „unersetzlich“ wegen seiner emotionalen Sensibilität und des „warmen“ Interaktionstons; einige waren bereit, auf bezahlte Abonnements zu verzichten, um das Modell zurückzubekommen. Gleichzeitig ist GPT‑4o mindestens in acht Klagen Gegenstand, in denen behauptet wird, ihr Ton könne psychisch verletzliche Nutzer beeinflusst haben. Hier prallen zwei Dimensionen aufeinander — Nutzerkomfort und rechtlich begründete Risiken.

"Wir sind der Ansicht, dass GPT‑4o eine andere Art der Interaktion bot, die für viele Menschen nützlich war."

— Autor/in der Petition auf Change.org

Technischer Kontext: nicht nur das Modell, sondern auch die Infrastruktur

Außerdem ruht sich OpenAI nicht aus: das Unternehmen hat den Lockdown Mode eingeführt, um vor Datenlecks zu schützen, und die Plattform Frontier vorgestellt, um „KI‑Kollegen“ zu erstellen und zu verwalten. Für Entwickler ist das ein Weg, Innovation mit Kontrolle zu verbinden — für Nutzer, die sich an einen bestimmten Interaktionsstil gewöhnt haben, wirkt es jedoch wie ein Verlust.

Was das für die Ukraine bedeutet

Für den ukrainischen Medien‑ und psychologischen Raum hat die Frage nach empathischer KI praktische Bedeutung: Während des Krieges und in posttraumatischen Situationen kann der Zugang zu Instrumenten, die Stress lindern, wichtig sein. Die Interessen verletzlicher Zielgruppen erfordern jedoch ausgewogene Lösungen — eine Kombination aus Zugänglichkeit, verantwortungsvollem Design und transparenter Berichterstattung der Entwickler.

Fazit

Das ist nicht einfach eine Geschichte über ein Modell. Es ist ein Test für die Branche: Wie lässt sich Innovation mit den Forderungen der Community und rechtlicher Verantwortung vereinen? Nun sind die Unternehmen und Regulierungsbehörden am Zug — werden sie Mechanismen vorschlagen können, die nützliche Funktionen bewahren, ohne unzulässige Risiken einzugehen?

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