Hostomel verabschiedet sich vom "Pferd": Das Rufzeichen, durch das er in Erinnerung bleiben wird

Am 10. April verabschiedet sich die Hostomel-Gemeinde von Igor Konoval — einem Kämpfer mit dem Spitznamen „Kon". Ein Ehrenspalier von Horenka bis Pushcha-Vodytsia — nicht nur ein Protokoll, sondern eine Geste, die die Gemeinde immer wieder wiederholt.

8
Teilen:

Die Hromada Hostomel, die selbst die Besatzung in den ersten Wochen der vollumfassenden Invasion erlebt hat, verabschiedet sich erneut von ihrem Verteidiger. Igor Aleksandrowitsch Konoval, Rufname «Kon», ist bei der Erfüllung einer Kampfaufgabe gefallen. Der 10. April ist der Tag des Abschieds.

Eine Route, die mehr als Worte sagt

Die Abschiedszeremonie findet im Dorf Horenka (Str. Kyjiw, 38) ungefähr um 14:00–14:30 Uhr statt. Danach werden die Einwohner der Hromada Igor in einem lebenden Korridor in Richtung Putschcha-Wodyzja führen – der Trauerzug wird durch Straßen gehen, wo Menschen auf beiden Seiten stehen und schweigend Respekt erweisen. Die Beerdigung findet im Dorf Novi Petrivzi des Rayons Wyschhorod statt.

Der lebende Korridor ist kein offizielles Ritual, sondern eine Praxis, die ukrainische Gemeinden seit 2022 spontan wiederholen. Menschen gehen selbst hinaus, ohne Anordnungen von oben. In der Hromada Hostomel ist dies Teil der Erinnerung an die eigene Besatzung geworden.

«Wir neigen unsere Häupter erneut in Trauer vor einem großen Verlust. Ein weiterer mutiger Verteidiger, der die Ukraine, ihre Freiheit, ihre Zukunft verteidigte, kehrt mit dem Schild nach Hause zurück»

— Militärverwaltung von Hostomel

Horenka – Novi Petrivzi: zwei Orte, eine Gemeinde

Die Route von Horenka über Putschcha-Wodyzja zu Novi Petrivzi umfasst mehrere Siedlungen der Hromada Hostomel und Petrivska. Novi Petrivzi ist ein Dorf im Rayon Wyschhorod, wo bereits andere gefallene Verteidiger begraben liegen. Diese Geographie ist nicht zufällig: Wyschhorodschyna und Hostomelschyna sind Nachbargebiete, die beide 2022 unter Beschuss erlebt haben.

Igor Konoval ist nicht der erste und wird nach der Logik dieses Krieges nicht der letzte Verteidiger sein, den Hostomel auf diese Weise verabschiedet. Die Gemeinde verzeichnet Verluste und macht aus jedem Abschied einen öffentlichen Gedenkakt – nicht für die Medien, sondern für sich selbst.

Wenn Gemeinden, die bereits die Besatzung erlebt haben, ihre Menschen in diesem gleichen Krieg weiterhin verlieren – ändert dies die Haltung der Einheimischen zu Fragen von Verhandlungen und Friedensbedingungen, und wann wird dieser Unterschied in der Öffentlichkeit sichtbar?

Weltnachrichten