Ballistik-Schießplatz mit Waffenschau: 10 Tote, ~100 Verletzte — warum die Veranstaltung öffentlich angekündigt wurde

Am 24. Juli hat Russland zwei ballistische Raketen auf ein privates Testgelände im Bezirk Bucha während einer Rüstungsmesse abgefeuert. Die Rettungsoperation wurde abgeschlossen, doch die Frage nach der Preisgabe des Ortsstandorts bleibt ungeklärt.

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Am 24. Juli trafen zwei russische Ballistische Raketen tagsüber ein privates Gelände im Bezirk Bucha in der Region Kiew. Zu diesem Zeitpunkt fand dort eine Ausstellung von Rüstungsprodukten mit Vertretern des ukrainischen Rüstungskomplexes statt. Nach Angaben des Notfall- und Rettungsdienstes wurden die Such- und Rettungsarbeiten abgeschlossen.

Bekannte Verluste

10 Menschen kamen ums Leben, etwa 100 erlitten Verletzungen verschiedenen Schweregrades — diese Daten bestätigte Generalstaatsanwalt Ruslan Kravchenko. 23 Häuser und 34 Autos wurden beschädigt. Die Rettungskräfte löschten Brände in drei privaten Wohngebäuden.

«Infolge des Angriffs kamen 10 Personen ums Leben, Dutzende weitere Menschen wurden verletzt.»

Hauptverwaltung des Notfall- und Rettungsdienstes der Ukraine in der Region Kiew

Angriff auf öffentlich angekündigte Veranstaltung

Wichtiger Kontext: Die Ankündigung der Waffenausstellung auf dem offenen Gelände wurde in sozialen Netzwerken verbreitet. Der Gründer des Unternehmens First Contact und Militär Waleryj Borowyk berichtete zuerst über den Angriff und bestätigte, dass dieser genau auf den Veranstaltungsort traf.

Der Berater des Präsidenten für die Entwicklung technologischer Verteidigungsrichtungen Sergej Beskrestnow (Flash) präzisierte, dass er sich nicht auf dem Gelände befand und dies nicht geplant war. In seinem Kommentar benannte er direkt die Risiken, die ihn zur Absage seiner Teilnahme bewogen: fehlende Schutzräume, öffentliche Ankündigung im Internet, große Anzahl von Teilnehmern und frühzeitige Ankündigung des Ortes.

Der amtierende Leiter der Kiewer Gebietsverwaltung Ruslan Olijnjk bestätigte, dass der Angriff auf das «Territorium eines privaten Geländes, auf dem Veranstaltungen stattfanden» traf, und meldete die Einleitung von Strafverfahren.

Waffentyp

Der Sprecher der Luftwaffe Jurij Ignat erklärte in der Telefonmaraphon-Sendung, dass das Gelände von zwei ballistischen Raketen getroffen wurde. Die Information wurde überprüft. Präsident Selenskyj bestätigte den Angriff, präzisierte aber nicht den Raketentyp.

  • 23 Wohnhäuser beschädigt
  • 34 Autos beschädigt
  • Brände in 3 privaten Gebäuden gelöscht
  • Getötet — 10, Verwundete — etwa 100

Der Ukrainische Waffenherstellerrat bestätigte den Angriff und betonte, dass er nicht der Organisator der Veranstaltung war, obwohl seine Vertreter vor Ort waren.

Sollte die Untersuchung bestätigen, dass die Russen den Angriff basierend auf der öffentlichen Ankündigung im Netz durchgeführt haben, stellt sich nicht nur die Frage nach der Verantwortung der Organisatoren, sondern auch nach der systemischen Praxis der Durchführung offener Rüstungskomplexveranstaltungen in der Nähe Kiews in der Reichweite ballistischer Waffen.

Weltnachrichten