Eine ballistische Rakete vom Typ „Iskander-M", die von russischem Territorium in der Region Woronesch aus abgefeuert wurde, traf ein Privathaus in der Siedlung Radushne im Bezirk Krywyi Rih in der Region Dnipropetrowsk. Dies teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit, und die First Lady Olena Selenska offenbarte die Details dieser Tragödie.
In dem Haus lebte die Familie Woronow: Mutter Olena (41 Jahre), Vater Artem (47 Jahre) und sieben Kinder — Mark (17), Dominika (15), Viorika (14), Sacharia (12), Asarija Ilai (11), Veronika (10), Emilia (6), sowie ein anderthalb Jahre alter Enkel namens Artem, dessen Vater derzeit in den Reihen der ukrainischen Verteidigungskräfte kämpft.
Was bisher bekannt ist
Der Schlag war so heftig, dass vom Haus fast nichts übrig blieb. Unter den Trümmern wurden Leichenteile gefunden — nur durch Expertisen kann festgestellt werden, welchen Familienmitgliedern diese genau angehören.
Der Tod der Eltern und von drei Kindern — Mark, Asarija Ilai und Emilia — wurde offiziell bestätigt. Das Schicksal von fünf weiteren Familienmitgliedern — Sacharia, Dominika, Viorika und Enkel Artem — wird noch geklärt. Früher wurde berichtet, dass es gelang, zwei Kinder aus den Trümmern zu retten.
Das Argument zu Abfangsystemen
Selenskyj nutzte den Tod der Familie als Illustration eines konkreten Bedarfs — „Patriot"-Systeme und Abfangraketen zur Bekämpfung russischer Ballisten. Nach seinen Aussagen werden Entscheidungen über die Lieferung solcher Systeme im Pentagon und in europäischen Hauptstädten getroffen, und genau diese Entscheidungen bestimmen, ob solche Familien bei den nächsten Angriffen überleben.
Die Logik ist einfach: Eine ballistische Rakete vom Typ „Iskander-M" kann auf solche Entfernungen nur durch Systeme der Patriot-Klasse oder vergleichbare abgefangen werden. Ohne ausreichende Mengen an Abfangraketen in den Beständen ukrainischer Luftverteidigungsbrigaden bleiben solche Anschläge auf Zivilhäuser praktisch straflos für die angreifende Seite.
Der nächste Test dieser Logik ist, ob neue Anfragen Kiews in den kommenden Wochen zu konkreten Lieferungen von Abfangraketen führen werden, oder ob die Tragödie in Radushne nur eine weitere Episode in der Liste von Angriffen auf die Zivilbevölkerung ohne Veränderung des Gleichgewichts der Schutzmittel bleibt.