Einer der größten kombinierten Anschläge auf Kiew: 15 Verletzte, sechs Stadtteile, 245 Drohnen und sechs Raketen

In der Nacht zum 24. Mai führte Russland einen Angriff auf Kiew mit 14 ballistischen Raketen vom Typ Iskander-M/KN-23 und 250 Drohnen durch. Die Luftabwehr zerstörte sechs Raketen und neutralisierte 245 Drohnen – doch Trümmer trafen sechs Stadtteile der Hauptstadt.

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In der Nacht zum Samstag, 24. Mai, erlebte Kyjiw einen der massivsten kombinierten Angriffe seit Beginn der vollumfassenden Invasion. 15 Menschen wurden verletzt, Wohnhäuser, ein Einkaufszentrum, eine Bildungseinrichtung und ein Kesselhaus wurden beschädigt – in sechs Stadtbezirken gleichzeitig.

Was und womit angegriffen wurde

Nach Angaben der Luftstreitkräfte der Ukraine startete Russland 14 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M/KN-23 und 250 Shaheds sowie Drohnen-Imitatoren verschiedener Arten. Die Raketen wurden von Taganrog, Jeisk, Brjansk und dem temporär besetzten Krim aus gestartet – Ziele waren Kyjiw, die Region Dnipropetrowsk, die Region Odesa und die Region Saporischschja. Die Luftverteidigungskräfte schossen sechs Raketen ab und zerstörten 245 unbemannte Fluggeräte, davon 131 zerstört, weitere 117 gingen aufgrund von Ortungsverlust oder wurden durch elektronische Kriegsführung unterdrückt.

„Eine schwere Nacht für uns alle. Einer der größten kombinierten Angriffe auf die Hauptstadt. Der Feind verfeinert seine eigenen Taktiken beim Einsatz von Drohnen und schlägt gleichzeitig mit Ballistik zu"

— Leiter der Kyjiw-Militär-Verwaltung Tymur Tkachenko

Folgen nach Bezirken

  • Bezirk Solomianski: Trümmer trafen einen 24-geschossigen Wohnkomplex – Brand auf den oberen Etagen, vier Geschosse erfasst. 7 Verletzte, eine Person gerettet. Auch ein separates 9-geschossiges Gebäude wurde beschädigt.
  • Bezirk Obolon: Mindestens 4 Orte mit Beschädigungen. Trümmer trafen ein Einkaufszentrum und ein Wohnhaus – Wohnungen in den 3.–6. Etagen zerstört.
  • Bezirk Dniprowski: Trümmer beschädigten eine Wohnung in der dritten Etage eines Hochhauses, zwei Verletzte hospitalisiert.
  • Bezirk Schewtschenko: Brand in einem Nichtwohngebäude, das Feuer lokalisiert. Nach aktualisierten Angaben der Nationalpolizei – drei Verletzte, darunter eine 86-jährige Frau mit akuter Stressreaktion und ein Mann mit Mehrfachverletzungen.
  • Bezirk Holosijewski: Drohnenmtrümmer fielen an mehreren Orten – eine Person verletzt, fünf Autos beschädigt.
  • Bezirk Swjatoschyn: Brand in einem Nichtwohnraum, gelöscht.

Taktischer Kontext

Der Angriff erfolgte wellenweise: Die ersten Explosionen waren gegen 22:00 Uhr am 23. Mai zu hören, der Hauptschlag mit Ballistik nach 01:00 Uhr. Über 20 Drohnen griffen gleichzeitig aus drei Richtungen an: Brovarer, Vyshhorod und Boryspil. Die Kombination „Ballistik + massierter Shaheds-Schwarm" ist ein Muster, das Russland konsequent anwendet, um die Luftverteidigungssysteme zu überlasten und zu erschöpfen. Tkachenko dokumentierte diesen Trend direkt und betonte, dass der Feind seine Taktik zwischen den Angriffen anpasst.

Die Nationalpolizei dokumentierte Beschädigungen an Wohnhäusern in den Bezirken Dniprowski, Solomianski und Obolon sowie an einem Handels- und Unterhaltungszentrum, einer Bildungseinrichtung, acht Autos und einem Kesselhaus.

Falls Russland das Schema „Mehrvektoren-Schwarm + Ballistik gegen Knotenpunkte in den Bezirken" als Standard für nächtliche Angriffe auf die Hauptstadt etabliert – ist die Frage nicht mehr, ob die Luftverteidigung mengenmäßig standhält, sondern wie viele Raketen notwendig sind, um die Abwehr über dicht besiedeltem Wohngebiet zu überlasten.

Weltnachrichten

Krieg

In der Nacht zum 2. Juli führte Russland einen der größten Anschläge auf Kyjiw seit Beginn des Krieges durch — und setzte dabei zum ersten Mal wirksam „Zirkone" sowie massives ballistisches Feuer ein, das die Luftverteidigung praktisch nicht aufhalten konnte. Mindestens 21 Menschen kamen ums Leben, über 90 wurden verletzt, Rettungskräfte suchen weiterhin nach Vermissten unter den Trümmern.

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