Großbritanniens Premierminister wird Trump auffordern, der Ukraine vor dem Winter Patriot-Raketen zu überlassen

Andy Bernham wird auf den Rändern der UN-Generalversammlung vor Trump die Frage des ukrainischen Zugangs zu amerikanischen Patriot-Flugabwehrraketen aufwerfen. Das Treffen in New York findet nächste Woche statt.

32
Teilen:

Der britische Premierminister Andy Burnham wird sich in der nächsten Woche auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York mit dem US-Präsidenten Donald Trump treffen. Eines der Themen auf der Tagesordnung wird eine Bitte sein, einen Teil der amerikanischen Bestände an Patriot-Flugabwehrraketen freizugeben, um sie der Ukraine vor Beginn des Winters zu übergeben.

Nach Angaben von Bloomberg ist die Stärkung der Luftverteidigung der Ukraine einer der Prioritäten von Burnham bei diesen Verhandlungen. Der britische Premierminister plant auch, mit Trump die Situation im Nahen Osten und die mögliche Rolle europäischer Länder bei der Verringerung der Spannungen in der Region zu erörtern.

Ein seit dem Sommer gärendes Problem

Burnham hatte bereits im August erklärt, dass er Zugang zu amerikanischen Patriot-Systemen erhalten möchte. Das Thema gewann an zusätzlichem Gewicht vor dem Herbst- und Winterzeitraum, wenn die Intensität der russischen Raketen- und Drohnenanschläge auf die Energieinfrastruktur der Ukraine traditionell zunimmt.

Das Problem wird durch den allgemeinen Zustand der amerikanischen Produktionskapazitäten verkompliziert. Washington hatte früher die Verbündeten vor möglichen Verzögerungen bei der Lieferung von Flugabwehrraketen von bis zu fünf Jahren gewarnt – dies betrifft die weltweite Nachfrage, nicht nur die Ukraine, hat aber einen direkten Einfluss auf die Geschwindigkeit, mit der Kiew zusätzliche Systeme erhalten kann.

Gleichzeitig haben die USA bereits einen separaten Verkauf von Luftverteidigungssystemen an die Ukraine im Wert von 2,68 Milliarden Dollar genehmigt – das Geschäft betrifft nicht die Patriot-Raketen selbst, sondern die Zusatzausrüstung und Wartung der vorhandenen Komplexe.

Der britische Kontext der Verhandlungen

Die Position von Burnham bei den Verhandlungen mit Trump wird vor dem Hintergrund der inneren wirtschaftlichen Schwierigkeiten Großbritanniens geprägt. Die Regierung befürchtet, dass eine Eskalation im Nahen Osten die Energiepreise in die Höhe treiben, die Inflation verstärken und die staatlichen Kreditkosten erhöhen könnte.

Der erste Haushalt des Burnham-Kabinetts soll am 28. Oktober vorgestellt werden. Nach Angaben von Bloomberg muss die Regierung einen Weg finden, um ein Defizit der Fiskalpuffer von mindestens 12 Milliarden Pfund auszugleichen – dieser Faktor begrenzt den Spielraum für Londons eigene Verteidigungsinitiativen und erhöht die Chancen auf erfolgreiche Verhandlungen mit Washington über amerikanische Raketen.

Die Versorgung der Ukraine mit zusätzlichen Luftverteidigungsmitteln ist einer der Prioritäten von Burnham bei Verhandlungen mit dem US-Präsidenten, berichten Bloomberg-Quellen.

Das Ergebnis des Treffens in New York wird davon abhängen, ob Washington zustimmt, einen Teil der knappen Patriot-Systeme für die Ukraine bereitzustellen, trotz ihrer eigenen Produktionsbeschränkungen und der Anfragen anderer Verbündeter – die Antwort wird in den kommenden Wochen bekannt werden, vor Beginn der Heizperiode.

Weltnachrichten