Die Gemeinde ehrte den Verteidiger
Heute hat die Irpinska Gemeinde Valentin Bilich auf seinem letzten Weg begleitet. Im lebenden Spalier, mit ukrainischen Flaggen in den Händen und gesenkten Köpfen erwiesen die Einwohner von Irpin dem Menschen die Ehre, der ohne Zögern zum Schutz seiner Heimatstadt aufgestanden ist.
Im Jahr 2022 hielt Valentin, bekannt unter dem Rufnamen „Bilich“, die Stellung an einer der schwierigsten Positionen — dem Blockposten „Giraffe“. Seine Standhaftigkeit und seine Bereitschaft, die Stadt zu verteidigen, wurden Teil der größeren Geschichte der Verteidigung Irpins und stärkten die Moral der Bewohner und Verteidiger rund um die Hauptstadt.
„Im lebenden Spalier, mit ukrainischen Fahnen in den Händen, in Stille und mit gesenkten Köpfen ehrten wir den Menschen, der ohne Zögern zum Schutz des heimischen Irpin aufgestanden ist. Jenen, der die Verteidigung am Blockposten ‘Giraffe’ hielt. Valentin war echt — ehrlich, prinzipientreu, loyal. So werden wir ihn in Erinnerung behalten. Aufrichtiges Beileid der Familie, den Angehörigen und allen, die Valentin kannten. Wir teilen diesen Schmerz mit Ihnen. Ewiges Gedenken und Ruhm dem Helden!“
— Oleksandr Pashchynskyi, Erster Stellvertreter des Bürgermeisters von Irpin
Bei der Zeremonie waren Vertreter des Stadtrats, Freiwillige und Hunderte von Einwohnern anwesend — ein stilles, aber aussagekräftiges Zeugnis dafür, wie die Gemeinde jene schätzt, die ihre Häuser verteidigt haben. Diese Präsenz ist ein sozialer Beleg: Die Erinnerung an die Verteidiger hält die Gemeinschaft zusammen und formt die zivile Verantwortung gegenüber den Familien der Gefallenen.
Was nun? Der Verlust Valentins ist eine Erinnerung an den Preis der Sicherheit und an die Wichtigkeit, die Familien der Gefallenen zu unterstützen. Die Erinnerung an den Blockposten „Giraffe“ und seine Verteidiger muss nicht nur in Gefühlen bewahrt werden, sondern auch durch konkrete Schritte: die Dokumentation der Geschichte, soziale und materielle Hilfe für die Hinterbliebenen. Ob die Gemeinde die Trauer in nachhaltige Unterstützung für die Zurückgebliebenen verwandeln kann — das ist eine Frage, deren Antwort von jedem von uns abhängt.