In Polen wurde erklärt, warum man eine russische Marineflugkörper X-101 nicht abfangen konnte

Der Operativbefehlshaber der Streitkräfte Polens erklärte, dass die Anforderung einer visuellen Zielidentifizierung es nicht ermöglichte, eine Rakete abzuschießen, die 100 km tief in das Landesinnere eindrang. Die Chronologie der Ereignisse wirft bei polnischen Analysten Fragen auf.

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Polen hat die Gründe analysiert, warum die Luftwaffe es nicht geschafft hat, die russische Marineflugkörper Kh-101 abzuschießen, die etwa 100 km tief in das Land eindrang und in der Woiwodschaft Lublin explodierte. Dies berichtet Defense Express.

Bei dem Zwischenfall setzte Polen zwei F-16-Kampfflugzeuge, zwei MiG-29, ein Langstrecken-Frühwarnflugzeug Saab 340 AEW und einen Luftbetankungstanker Airbus A330 MRTT ein, um eine längere Luftpatrouille zu sichern.

Kampfflugzeuge wurden rechtzeitig in die Luft gebracht

Der Operationskommandeur der polnischen Streitkräfte, Ireneusz Nowak, teilte mit, dass die Kampfflugzeuge aufgrund der Bedrohung durch einen massiven russischen Angriff auf die Ukraine bereits in die Luft gebracht wurden, bevor der polnische Luftraum verletzt wurde. Das Militär überwachte zwei russische Marineflugkörper, von denen sich einer der Grenze näherte und der andere diese später überquerte.

Gesetzliche Anforderung der visuellen Identifizierung

Nach Aussage von Nowak war er bereit, den Befehl zum Abschuss der Rakete zu erteilen, doch die geltende polnische Gesetzgebung erfordert eine obligatorische visuelle Identifizierung des Ziels vor der Eröffnung des Feuers. Eine Ausnahme ist nur für Kampfflugzeuge vorgesehen, die direkt einen Angriff durchführen.

Das Magazin Defense24 weist darauf hin, dass die Notwendigkeit der visuellen Bestätigung auch damit zusammenhängt, dass in der Nähe der Grenze ukrainische Kampfflugzeuge operierten, die nicht mit einem mit NATO-Standards kompatiblen IFF-System (Identification Friend or Foe) ausgestattet waren.

Fragen zur offiziellen Chronologie

Defense24 hat auf eine mögliche Diskrepanz in den zeitlichen Berechnungen hingewiesen. Nach Schätzung des Magazins konnte die Rakete physikalisch nicht 100 km in 5,5 Minuten zurücklegen, wenn sie sich mit ihrer Reisegeschwindigkeit von etwa 830 km/h bewegte. Dies könnte darauf hindeuten, dass die polnischen Beobachtungsmittel die Kh-101 erst erkannt haben, nachdem sie bereits etwa 30 km über dem Territorium des Landes geflogen war.

Nach Aussage des Magazins hätten die polnischen Kampfflugzeuge zunächst den Auftrag erhalten können, eine andere Rakete abzufangen, die sich der Grenze näherte, und nach der Entdeckung der Kh-101 nicht mehr rechtzeitig eine Position zum Abschuss einnehmen können.

Die offene Frage bleibt: Wird Warschau die Waffeneinsatzregeln für Fälle ändern, in denen das Ziel radargestützt identifiziert, aber ohne visuellen Kontakt erfasst wird.

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