Auf der internationalen Straße M-19 in Terebowlja hat die Generalüberholung einer 1938 erbauten Brücke begonnen. Doch „Generalüberholung" bedeutet in diesem Fall nicht die Verstärkung alter Konstruktionen: das baufällige Bauwerk wird vollständig demontiert und an der gleichen Stelle neu errichtet.
Die Brücke über den Fluss Hnistra ist die letzte nicht modernisierte Verbindungsstelle der Straße M-19 „Domanewo – Kovel – Tscherniwzi – Terebletsche" in der Region Ternopil. Alle anderen Abschnitte sind bereits erneuert worden. Die Straße ist eine der wichtigsten Landverkehrsadern, die die Ukraine mit Polen und darüber hinaus mit der EU verbindet.
Polnischer Partner und gemeinsames Projekt
Das Projekt wird nicht nur in der Ukraine umgesetzt. Sein vollständiger Name lautet: „Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität durch den Bau der Regionalstraße Nr. 627 Kosów Lacki – Sokołów Podlaski und die Generalüberholung der Brücke in Terebowlja". Der polnische Teil – eine neue Regionalstraße in Masowien – wird parallel gebaut.
„Zum ersten Mal realisieren wir in der Region Ternopil ein großes Straßeninfrastruktur-Projekt mit EU-Mitteln"
Dienst für Wiederherstellung und Entwicklung der Infrastruktur der Region Ternopil
Finanzierung: 3,2 Millionen Euro Gesamtbudget, davon stellt die EU 90% im Rahmen des Programms Interreg NEXT „Polen – Ukraine 2021–2027" zur Verfügung, die restlichen 10% werden durch lokale Haushalte gedeckt. Die Gesamtpriorität „Erreichbarkeit" dieses Programms beträgt 42 Millionen Euro für die Grenzverkehrsinfrastruktur beider Länder.
Was das für Fahrer bedeutet
Da es sich um eine umfangreiche Überholung handelt, wird der Verkehr auf dem Abschnitt km 354+689 – km 355+566 vollständig gesperrt. Den Angaben der Straßenbauer zufolge gelten die Beschränkungen für alle Verkehrsarten; mit der Verkehrspolizei wurde ein vorübergehender Umleitungsplan vereinbart. Die Arbeiten sollen bis 2025 abgeschlossen sein.
- Die Brücke wird vollständig demontiert und ein neuer Bauwerk errichtet
- Technische Kategorie des Straßenabschnitts – II (internationale Magistrale)
- Auch die Zufahrten zur Brücke werden instandgesetzt
- Sperrung während der gesamten Bauzeit
Der Bürgermeister von Terebowlja, Oleh Prodan, und der Leiter der Regionalverwaltung Taras Pastukh besuchten das Objekt persönlich – ein Signal dafür, dass das Projekt als symbolischer Präzedenzfall und nicht als Routinestraßenarbeit betrachtet wird.
Eine offene Frage bleibt: Wenn die Region Ternopil erstmals einen großen EU-Straßenzuschuss durch ein grenzüberschreitendes Format mit polnischem Partner erhalten hat – wie viele solcher „gepaarten" Projekte können noch bis zum Ende des Programms Interreg NEXT 2027 gestartet werden, und verfügt die Region Ternopil über eine Infrastruktur, die für dieses Format bereit ist?