Chef der Staatlichen Forstbehörde suspendiert: Was hinter dem Disziplinarverfahren steckt

Das Kabinett der Minister leitete ein Disziplinarverfahren gegen den Leiter der Staatlichen Agentur für Forstressourcen ein und enthob ihn seiner Amtsposition. Weitere Details werden in Kürze bekannt gegeben.

22
Teilen:
Віктор Смаль (Фото: пресслужба Держлісагентства)

Das Kabinett der Ukraine hat den Leiter der Staatlichen Behörde für Forstressourcen von der Ausführung seiner Pflichten suspendiert, da ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde. Eine offizielle Erklärung der Gründe liegt bislang nicht vor.

Die Behörde für Forstressourcen kontrolliert über 10 Millionen Hektar des Waldbestands des Landes und verteilt Lizenzen für die Holzeinschlagung. In Kriegszeiten, wenn Exportschemen mit Holz wiederholt zum Gegenstand von Ermittlungen wurden, haben Personalentscheidungen in diesem Ministerium einen konkreten Wert – keinen metaphorischen.

Ein Disziplinarverfahren ist weder ein Urteil noch ein Verdacht im strafrechtlichen Sinne. Das Verfahren sieht eine interne Überprüfung möglicher Dienstverstöße vor: von unzureichender Erfüllung von Pflichten bis hin zu Interessenskonflikten. Gleichzeitig ist die Suspendierung während des Verfahrens ein Schritt, den das Kabinett nicht automatisch unternimmt, sondern nur, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass ein weiterer Verbleib im Amt den Verlauf der Überprüfung oder die Arbeit der Behörde beeinträchtigen könnte.

Es gibt Präzedenzfälle in der Forstwirtschaft. Frühere Leiter der Behörde für Forstressourcen und regionaler Forstbetriebe waren in Fällen illegaler Holzeinschläge, gefälschter Holzdokumente und Korruption bei der Vergabe von Parzellen verwickelt. Einige Fälle endeten mit Urteilen, andere sind noch vor Gericht.

Die zentrale Frage ist derzeit nicht, ob jemand schuldig ist oder nicht – das wird das Verfahren klären. Die Frage ist eine andere: Werden die Ergebnisse der Überprüfung mit konkreten Schlussfolgerungen veröffentlicht, oder wird sich die Behörde erneut mit einer Personalrotation begnügen, ohne einen öffentlichen Bericht darüber zu geben, was genau schiefgelaufen ist?

Weltnachrichten

Krieg

In der Nacht zum 2. Juli führte Russland einen der größten Anschläge auf Kyjiw seit Beginn des Krieges durch — und setzte dabei zum ersten Mal wirksam „Zirkone" sowie massives ballistisches Feuer ein, das die Luftverteidigung praktisch nicht aufhalten konnte. Mindestens 21 Menschen kamen ums Leben, über 90 wurden verletzt, Rettungskräfte suchen weiterhin nach Vermissten unter den Trümmern.

8 Stunden vor