Regierung weist der Ukrzaliznytsia 16 Mrd. Hrywnja zu — was ändert sich für Fahrgäste und den Staat?

Der Staat stellt die Fernverkehre im Inland der Economy-Klasse auf ein Modell staatlicher Aufträge um. Es geht dabei nicht nur um Fahrkarten: Die Entscheidung soll die Finanzen der Ukrzaliznytsia stabilisieren und die Mobilität angesichts des wirtschaftlichen Drucks erhalten.

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Was beschlossen wurde

Das Kabinett führt ein staatliches Auftragsvolumen für den Personenverkehr mit der Eisenbahn im Economy-Segment ein. Im Jahr 2026 wird das Volumen dieser Unterstützung 16 Mrd. Hrywnja betragen, teilte Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Regionen Oleksij Kuleba mit. Nach dem Beschluss sollen diese Mittel die Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten der Beförderung und dem Fahrpreis decken, der für die Fahrgäste unverändert bleibt.

„Wir steigen auf ein transparentes und verständliches Finanzierungsmodell um – so, wie es in Europa funktioniert“

— Oleksij Kuleba, Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Regionen

Warum das wichtig ist

Tatsächlich erkennt die Regierung die Lücke zwischen Tarif und Kosten an: wie der Minister sagte, liegen die Kosten im Durchschnitt mehr als dreimal über den aktuellen Tarifen im Economy-Bereich. Die staatlichen Kompensationen verfolgen zwei Hauptziele: die Erschwinglichkeit des Schienenverkehrs für die Bevölkerung zu erhalten und die finanzielle Belastung des AT „Ukrzaliznytsia“ zu verringern, das im Jahr 2025 milliardenschwere Verluste erlitt und Anfang 2026 einen Zahlungsausfall bei seinen Euroanleihen zuließ.

Wen die Entscheidung betrifft

Passagiere der Economy-Klasse werden Preiserhöhungen praktisch nicht spüren – die Tickets bleiben auf dem bisherigen Niveau. Parallel wird für das Premiumsegment dynamische Preisgestaltung eingeführt, das nicht subventioniert wird. Dadurch soll dem Quersubventionieren zwischen Strecken und Dienstleistungen innerhalb des Unternehmens ein Ende gesetzt werden.

Kontext und Risiken

Die derzeitige Einnahmenstruktur von Ukrzaliznytsia ist ungleichmäßig: nur etwa 5–7% der Passagierstrecken sind profitabel, Vorortverkehre sind defizitär. Die bereitgestellten 16 Mrd. Hrywnja schließen vorübergehend die Lücke, sind aber kein Allheilmittel. Die Wirkung hängt von der Begleitung ab – einem transparenten Auszahlungsmechanismus, klaren Effizienzkriterien und Reformen in der Unternehmensführung. Analysten und Verkehrsexperten weisen auf die Notwendigkeit hin, die Verwendung der Mittel zu überwachen, damit die Hilfe nicht nur eine kurzfristige Erleichterung bleibt.

Was als Nächstes

Wenn die staatliche Unterstützung mit echten Reformen der Tarifpolitik und der Unternehmensführung einhergeht, kann dies die Bilanz von Ukrzaliznytsia stabilisieren und langfristig die Belastung des Haushalts verringern. Bleiben die Verteilungsmechanismen jedoch undurchsichtig, bleibt das Risiko einer erneuten Verschärfung der finanziellen Lage bestehen.

Frage an Regierung und Gesellschaft: Wird die Summe von 16 Mrd. Hrywnja der Ausgangspunkt für systemische Veränderungen in der Verkehrspolitik sein und nicht nur eine temporäre Kompensation? Die Antwort wird bestimmen, wie zuverlässig die Eisenbahn als nationale Lebensader bleibt — und ob wir einen bezahlbaren Service für Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer erhalten können.

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