In der Nacht des 1. August trafen während eines russischen Angriffs zwei Raketen die Produktionsbasis des Bauunternehmens „Avtostrada" in Kyjiw. Dies teilte der Eigentümer des Unternehmens, Maxim Shkil, auf seiner Facebook-Seite mit.
Durch den Treffer kamen zwei Mitarbeiter des Unternehmens ums Leben, ein weiterer wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht, jedoch ohne Lebensgefahr.
Die Luftalarmwarnung ertönte erst nach der Explosion, daher hatten die beiden getöteten Arbeiter keine Zeit, sich in Schutzräume zu begeben. Die meisten Mitarbeiter befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Schutzräumen, was größere Verluste verhinderte.
Über 20 Maschinen wurden beschädigt oder zerstört, ebenso ein Betonwerk, ein Wartungszentrum für Maschinenreparaturen, Produktionsräume, ein Laborgebäudekomplex und eine Arbeitersiedlung. Das Personal leistete selbst erste Hilfe für die Verletzten und lokalisierte das Feuer, das nach dem Treffer ausgebrochen war – dies verhinderte die Ausbreitung auf die übrigen Produktionsanlagen.
Avtostrada ist eines der größten Straßen- und Infrastrukturunternehmen der Ukraine. In Kyjiw baut es zwei U-Bahn-Stationen in Wynohradal, führt umfassende Reparaturen der Charkiwer Chaussee durch und arbeitet am Bau des Podilskyj-Brückenknotens.
Ausmaß des Angriffs
- Am 1. August starteten die Russen während eines massiven Angriffs 35 Raketen auf die Ukraine, davon 27 ballistische, und 185 Kamikaze-Drohnen. Das Hauptziel des Angriffs war Kyjiw, doch es gab auch Treffer in anderen Regionen: in den Gebieten Dnipropetrowsk, Sumy, Charkiw und Poltawa.
- Infolge des Angriffs wurden der Hypermarkt „Velmart" am linken Ufer Kyjiws (Berezniky), das Lager von Rozetka, wo ein Mitarbeiter getötet wurde, der Verlag „Ranok" und die Buchhandlungskette „KnyhoLend", der Verlag von Gesellschaftsspielen Rozum beschädigt. Außerdem wurden Rettungswagen auf einem der Parkplätze von Kyjiw-Medspectrans zerstört.
Der Angriff auf die Produktionsbasis eines Unternehmens, das gleichzeitig die U-Bahn baut, eine Chaussee repariert und einen Brückenknotenpunkt errichtet, zeigt, dass Infrastrukturauftragnehmer weiterhin auf der Liste der Ziele außerhalb der Frontlinie stehen.