Sanatorium des SBU in Worzel wird rekonstruiert — zum zweiten Mal nach der Besatzung in hundert Jahren

Das Staatsunternehmen "Sanatorium Worzel" hat eine Ausschreibung für 15,3 Millionen Griwnja für die Rekonstruktion des Hauptbehandlungsgebäudes angekündigt. Für die Siedlung ist dies bereits der zweite Wiederaufbauversuch nach der verheerenden Besatzung — der erste fand nach 1943 statt.

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Das Staatsunternehmen „Sanatorium Vorzel" des Sicherheitsdienstes der Ukraine hat eine Ausschreibung für die Rekonstruktion des Hauptmedizinischen Gebäudes angekündigt. Die geschätzten Kosten betragen über 15,3 Millionen Griwnja aus dem Staatshaushalt. Die Arbeiten umfassen eine umfassende Modernisierung der Infrastruktur: Insbesondere soll ein oberirdischer Übergang zwischen den Gebäuden errichtet werden, um die Bewegung von Patienten und Personal zu erleichtern.

Ein Kurort, der zweimal zerstört wurde

Vorzel ist nicht nur die Adresse eines Sanatoriums unter Behördenverwaltung. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts war die Siedlung im Bezirk Butscha ein vollwertiger Kurort, der über die Grenzen der Ukraine hinaus bekannt war. In den Jahren 1941–1943 zerstörte die deutsche Besatzung zahlreiche Erholungseinrichtungen in Vorzel – doch der Kurort wurde relativ schnell wiederhergestellt. Ein zweites Mal – und genauso unerwartet – erfolgte der Schlag bereits im Jahr 2022.

„Es ist symbolisch, dass die Eindringlinge, die selbst früher hierher zum Erholen hätten fahren können, Vorzel zum zweiten Mal einen nicht weniger schweren Schlag versetzten"

— Allukrainische Vereinigung der OTGs zum Kontext der Zerstörungen

Russische Truppen marschierten Ende Februar 2022 von Butscha aus in Vorzel ein. Nach Angaben des KSE Institute waren während der Besatzung 541 Gebäude von insgesamt 6 649 vorhandenen Gebäuden betroffen, 117 davon wurden vollständig zerstört oder erlitten schwere Beschädigungen. Der Gesamtschaden der Siedlung übersteigt 52 Millionen Dollar.

Was wird gebaut und auf wessen Kosten

Das SBU-Sanatorium in Vorzel ist nicht das einzige Objekt, das schrittweise repariert wird. Seit 2023 hat die Einrichtung bereits mehrere kleinere Ausschreibungen durchgeführt: für die Umrüstung von Heiz- und Wasserleitungssystemen in den Kellern (3 Millionen Griwnja), für die Entwicklung von Projekt- und Kostenschätzungsdokumentationen für die Reparatur von Sanitäreinrichtungen, für Dienstleistungen bei der Reparatur von Kesselraumausrüstungen. Die aktuelle Ausschreibung ist die größte in dieser Serie.

  • Oberirdischer Übergang zwischen den Gebäuden – eine neue Infrastruktureinheit, die es zuvor nicht gab
  • Finanzierung – ausschließlich aus dem Staatshaushalt
  • Auftraggeber – Staatsunternehmen, das dem SBU untergeordnet ist und 2015 registriert wurde

Prozorro registriert die Ausschreibung als aktiv: Die Angebotsfrist läuft. Der Gewinner wird nach Standardverfahren offener Ausschreibungen mit Besonderheiten ermittelt – also ohne vereinfachte Ausnahmeregelungen für Kriegszeiten.

Die Frage ist nicht ums Geld

15 Millionen Griwnja für ein Sanatorium unter Behördenverwaltung eines Geheimdiensts – eine Summe, die in Friedenszeiten keine Erklärung bedurft hätte. Jetzt ist die Frage eine andere: Wie viele SBU-Mitarbeiter absolvieren tatsächlich eine Rehabilitiation in Vorzel, und entspricht die Auslastung der Einrichtung dem Ausmaß der Investition? Wenn das Sanatorium nach der Rekonstruktion vollständig in Betrieb geht und nicht nur Behördenpatienten, sondern auch Veteranen aus anderen Sicherheitsstrukturen aufnimmt – dann erscheint die Ausgabe berechtigt. Wenn nicht – dann ist dies bereits eine Frage an die Kontrollfunktion der Rechnungskammer.

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