Was geschehen ist
Das Büro des Generalstaatsanwalts hat dem Staatlichen Untersuchungsbüro (ДБР) Unterlagen zur Deklaration des geschäftsführenden Leiters der Staatlichen Umweltinspektion, Oleksandr Subbotenko, übergeben. Anlass war die vollständige Überprüfung der Deklaration für 2024 durch die Nationalagentur zur Korruptionsprävention (НАЗК), in der **$653 000** angegeben sind, deren Herkunft bei den Kontrolleuren ernsthafte Zweifel hervorrief.
"Das Büro des Generalstaatsanwalts hat am 3. Februar 2026 ein Strafverfahren registriert [...] auf Grundlage des begründeten Schlusses der НАЗК, der nach Abschluss der vollständigen Überprüfung der Deklaration für 2024 erstellt wurde."
— Büro des Generalstaatsanwalts
Erklärung des Amtsträgers und Einwände der НАЗК
Subbotenko erklärte, er habe Bargeld in der Garage seiner verstorbenen Großmutter gefunden, die er geerbt habe, und dass ein Teil der Mittel angeblich von Familienangehörigen im Ausland erworben worden sei. Er behauptet außerdem, dass es dokumentarische Nachweise gegeben habe, diese jedoch während der Evakuierung aus Charkiw verloren gegangen oder zerstört worden seien.
"Ich habe Banknoten in der Garage gefunden, die ich geerbt habe"
— Oleksandr Subbotenko, geschäftsführender Leiter der Staatlichen Umweltinspektion
Die НАЗК und die Juristen, die die Unterlagen geprüft haben, heben mehrere zentrale Fakten hervor: Laut Arbeitsbuch ging die Frau schon 1984 in Rente, die offiziellen Einkünfte der Familie der letzten 20 Jahre bestätigen nicht die Möglichkeit, eine derartige Summe anzusparen, und der rechtliche Regime für Devisengeschäfte in den 1940er–1980er Jahren machte eine massenhafte Anhäufung von Dollar-Bargeld in der Ukraine unmöglich. Das Fazit der Agentur: die Erklärungen erscheinen **необґрунтованими**.
Gericht und verlorene Beweise
Bereits 2022 wies das Kominternivsky-Bezirksgericht in Charkiw Subbotenkos Klage auf Anerkennung des Eigentums an diesen Mitteln als Erbschaft zurück. Das Gericht stellte fest, dass das angegebene Geld einen «Schatz» darstellen könnte, und wies zugleich auf das Fehlen von Beweisen für dessen Existenz oder für die Zugehörigkeit zur Großmutter hin.
"Diese Geldmittel können einen Schatz darstellen... dem Gericht wurden keinerlei Beweise für die Existenz der genannten Mittel und keine Nachweise vorgelegt, die belegen würden, dass diese Mittel seiner Großmutter gehörten"
— Kominternivsky-Bezirksgericht in Charkiw
Warum das wichtig ist
Diese Geschichte handelt nicht nur von einer einzelnen Deklaration. Während des Krieges, wenn öffentliche Finanzen und internationale Unterstützung entscheidend sind, ist die Transparenz von Amtsträgern eine Frage der nationalen Sicherheit. **Наявність великої готівки без підтверджень** untergräbt das Vertrauen in das Deklarationssystem und bietet Anlass für rechtliche Konsequenzen.
Außerdem fällt der Fall vor den Hintergrund des Verschweigens weiterer Immobilienobjekte, das in den letzten Monaten ebenfalls von Aufsichtsbehörden festgestellt wurde — ein Signal für verstärkte Kontrolle und Intoleranz gegenüber Verstößen.
Wie es weitergeht
Das ДБР muss die tatsächliche Herkunft der Mittel feststellen und klären, ob es sich um illegitime Bereicherung oder um fiktive Deklaration handelt. Mögliche Szenarien reichen von der Einstellung des Verfahrens mangels Beweisen bis zur strafrechtlichen Verfolgung. Für die Öffentlichkeit ist die zentrale Frage einfach: Ist das Kontrollsystem in der Lage, eine unparteiische Untersuchung sicherzustellen?
Analytische Prognose: Die Prüfverfahren können Monate dauern, doch das Ergebnis wird nicht nur die Karriere eines einzelnen Beamten beeinflussen — es wird zum Indikator für die Arbeit der Antikorruptionsorgane in einer Zeit, in der Vertrauen in die Institutionen von vorrangiger Bedeutung ist.