Die Zahl, die man sich aus der ersten Phase der BEB-Attestation merken sollte: nicht 12 erfolgreiche, sondern 28, die gingen, ohne auf das Ergebnis zu warten. Das ist mehr als die Hälfte der Führungskräfte, die überprüft wurden. Über die Ergebnisse berichtete der Direktor des Büros Alexander Ziwinskij.
Von 50 Leitern und stellvertretenden Leitern der Abteilungen des Zentralapparats und der territorialen Verwaltungen haben nur 12 die Attestation erfolgreich bestanden. Weitere 28 entschieden sich freiwillig zu kündigen – faktisch ohne auf das Gespräch mit der Kommission zu warten, von der die Hälfte auf Vorschlag internationaler Partner auf Initiative von Geschäftsleuten ernannt wird.
Was bedeutet das in der Praxis
Nach Angaben von Ziwinskij wird die Führungsmannschaft des Büros letztendlich zu 74 % erneuert. Das ist keine gewöhnliche Personalrotation – es geht um Menschen, die Entscheidungen über Geschäftsprüfungen, Kontosperrungen und Strafverfahren im Wirtschaftsbereich trafen.
Parallel läuft die zweite Phase der Attestation – für reguläre Mitarbeiter. Von 915 Mitarbeitern erreichten 887 die Bestehensnote, danach folgen Gespräche mit den Kommissionen. Es wird auch eine vierte Welle der Rekrutierung vorbereitet: über 60 neue Mitarbeiter sollen ins Büro kommen, das vor einem Jahr wegen unzureichender Ermittlungseffizienz kritisiert wurde.
Warum ist das für die Wirtschaft wichtig
Die BEB-Attestation ist keine interne Personalgeschichte, sondern Teil des Gesetzes über die Neugestaltung des Büros, das nach einer Serie von Skandalen rund um Druck auf Unternehmer verabschiedet wurde. Die Kommission, die über die Attestation entscheidet, setzt sich zur Hälfte aus Vertretern zusammen, die von der internationalen Geschäftswelt vorgeschlagen werden – dies sollte die Unabhängigkeit der Bewertung von der BEB-Leitung selbst garantieren.
„Derzeit läuft Phase II. Von 915 Mitarbeitern erreichten 887 die Bestehensnote. Weiter geht es mit Gesprächen mit den Kommissionen. Parallel bereiten wir die vierte Welle vor: über 60 neue Mitarbeiter", sagte Ziwinskij.
Ziwinskij übernahm die Leitung des BEB im August 2025 nach einer Ausschreibung. Die Schlüsselfrage ist jetzt nicht in den Attestationszahlen, sondern darin, ob sich die Vorgehensweise des Büros bei Ermittlungen nach dem Austausch von drei Vierteln der Führungskräfte ändert – ob die Wirtschaft dies durch weniger willkürliche Prüfungen spüren wird, oder ob in einem Jahr eine neue Welle der Neugestaltung durchgeführt werden muss.