Was genau angekündigt wurde
Der Minister für Sozialpolitik, Denys Ulutin, teilte im Parlament mit, dass die Regierung an der technischen Möglichkeit arbeitet, Anträge für die „Kinder“-Leistungen elektronisch einzureichen. Bisher ist die Beantragung im Pensionsfonds, in Zentren für Verwaltungsdienstleistungen und über Vertreter der Gemeinden möglich, doch das Ziel ist, den Prozess auch aus der Ferne zugänglich zu machen.
"Das wird die Belastung des Pensionsfonds deutlich verringern. Was die direkte Online-Einreichung betrifft – wir arbeiten derzeit mit Kolleginnen und Kollegen an der technischen Möglichkeit, einen solchen Antrag einzureichen. Ich denke, dass wir das in Kürze umsetzen können"
— Denys Ulutin, Minister für Sozialpolitik
Was sich für Familien ändert
Es geht um Leistungen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt, Zahlungen für die Betreuung eines Kindes bis zu einem Jahr sowie das Programm «єЯсла». Die Werchowna Rada hat das Gesetz bereits am 5. November verabschiedet: Ab 2026 sind eine Einmalzahlung in Höhe von 50 000 грн und eine monatliche Unterstützung von 7 000 грн für die Betreuung eines Kindes bis zu einem Jahr vorgesehen (unter anderem für Kinder, die 2025 geboren wurden). Separat ist eine Unterstützung von 7 000 грн bei Schwangerschaft und Geburt für nichtversicherte Frauen vorgesehen.
Warum das wichtig ist
Die Online-Einreichung reduziert Zeitaufwand und Kosten für Familien – besonders für diejenigen, die in Dörfern leben, für Binnenvertriebene und Menschen in der Nähe der Front. Für die Verwaltung bedeutet das eine Entlastung des Pensionsfonds und der Zentren für Verwaltungsdienstleistungen, eine schnellere Bearbeitung der Anträge und ein geringeres Risiko von Fehlern beim Papiertransfer.
Experten für digitale Transformation und zivilgesellschaftliche Organisationen im Bereich Sozialpolitik bewerten diesen Schritt als logisch und notwendig, um während des Krieges und beim Wiederaufbau der Institutionen den Zugang zu sozialen Dienstleistungen zu verbessern.
Welche technischen und organisatorischen Fragen offen bleiben
Der Start des Dienstes erfordert die Integration einer elektronischen Identifikation, einen sicheren Datenaustausch zwischen Registern und Lasttests der Systeme. Außerdem wird eine verständliche Nutzerführung (UX) für junge Eltern sowie Schulungen der regionalen Dienste benötigt, um Doppelbearbeitung oder Verzögerungen zu vermeiden.
Fazit
Die Initiative ist ein Schritt hin zu einem einfacheren Zugang zu Geldern, die bereits gesetzlich vorgesehen sind. Die Frage ist nicht, ob ein solcher Dienst nötig ist, sondern ob es den Behörden und IT‑Teams gelingt, ihn qualitativ hochwertig und in kurzer Zeit umzusetzen. Ob die Deklarationen zu einem funktionierenden Dienst werden, hängt von den nächsten Entscheidungen und der technischen Disziplin bei der Umsetzung ab.