TASKomBank aktualisierte die App zwei Jahre lang nicht – und gab ehrlich zu, dass dies ein Problem ist

Bank Tigipko hat mehr als 2 Millionen Dollar in eine neue Anwendung investiert, die im August starten soll, doch interessanter ist etwas anderes: Die Geschäftsleitung verglich sich offen mit der Monobank aus derselben Gruppe — und gab zu, dass sie derzeit unterliegt.

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Ілюстративне фото: depositphotos.com

Wenn der Vorstandsvorsitzende einer Bank direkt gefragt wird, warum die Bewertung seiner App deutlich niedriger ist als die von Monobank, und er antwortet „judging by such a rating, we are less efficient" – das ist eine Seltenheit im ukrainischen Bankensektor. Genau so reagierte Wolodymyr Dubej, Leiter von TAScombank des Finanziers Sergij Tigipko, in einem Interview mit LIGA.net.

Nach seinen Aussagen hat die Bank in den letzten zwei Jahren bewusst die vorhandenen Apps – EasyBank, TASCOMBANK und TAS Business – nicht weiterentwickelt, da sie den Umstieg auf eine neue technologische Plattform vorbereitete. Die Logik ist einfach: Es macht keinen Sinn, Ressourcen in ein Produkt mit veralteter Architektur zu investieren, wenn dieses in ein bis zwei Jahren ohnehin ersetzt werden muss.

Ein Eigentümer, zwei Geschwindigkeiten

Der aussagekräftigste Moment hier ist nicht die Summe der Investitionen, sondern die Tatsache des Vergleichs selbst. TAScombank und Universal Bank (derselbe, der Monobank verwaltet) gehören zur selben Finanz- und Industriegruppe TAS. Es geht also nicht um Konkurrenten auf dem Markt, sondern um zwei Produkte innerhalb eines Geschäftsimperiums, die sich mit grundlegend unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickelt haben.

Monobank hat sich im Laufe seiner Arbeit den Ruf einer der technologisch fortgeschrittensten Banking-Apps des Landes aufgebaut. TAScombank hingegen hat die Entwicklung seiner eigenen Produkte für zwei Jahre eingestellt – und das hat sich auf die Kundenerfahrung und die Bewertungen in den Stores ausgewirkt.

„Ich entschuldige mich natürlich bei den Kunden und bitte sie, etwas Geduld zu haben. Das bedeutet nicht, dass wir sofort eine App erhalten, die besser ist als alle auf dem Markt", sagte Dubej.

Wer entwickelt das neue Produkt

Die Entwicklung wird von dem ukrainischen Unternehmen Trigger Software durchgeführt, das sich auf Bank- und Fintech-Software spezialisiert hat. In seinem Portfolio sind die Trigger Neobank Engine und die App O.Bank für Ideya Bank. TAScombank hat sich also nicht für ein internes Team, sondern für einen Auftragnehmer mit spezifischer Erfahrung gerade im Neobanking-Bereich entschieden.

Die Entwicklungskosten haben bereits 2 Millionen Dollar überschritten, und Dubej sagt direkt: Die endgültige Summe ist noch nicht bekannt, da die Arbeit andauert. Der Start ist für August geplant – das ist ungefähr ein Jahr nach dem Zeitpunkt, als die Bank offiziell die Unterstützung der alten Versionen einstellte.

Was das für Kunden bedeutet

TAScombank ist einer der größten ukrainischen Banken, der auf die Arbeit mit Geschäftskunden ausgerichtet ist, mit über 80 Niederlassungen und einem Nettogewinn von über 1 Milliarde Hriwnja im Jahr 2025. Für die Kunden eines solchen Bankings ist eine mobile App oft nicht der Hauptkanal der Kommunikation – im Gegensatz zu Monobank, das gerade um die App als Hauptprodukt herum aufgebaut wurde.

Die Frage für August ist einfach: Wird Trigger Software ein Produkt schaffen, das die Lücke in der Kundenerfahrung wirklich schließt, oder wird die neue App einfach nur eine aktualisierte Version derselben architektonischen Logik sein – jetzt auf einer modernen Plattform, aber mit denselben Geschäftsprioritäten einer Bank, die sich an Unternehmenskunden orientiert, und nicht an das Retail-UX-Erlebnis?

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