„6–7“ führt das Ranking überflüssiger Wörter an – was das über die Sprache der Generation Z aussagt und warum wir darauf achten sollten

Die Abkürzung „6‑7“ steht an erster Stelle auf der 50. Liste der Staatsuniversität Lake Superior. Das ist nicht nur ein sprachliches Spiel – ein Signal dafür, wie soziale Netzwerke Kommunikation formen und warum in Zeiten der Instabilität sprachliche Präzision von Bedeutung ist.

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Kurz: Angeführt wird das scherzhafte Ranking überflüssiger Phrasen von der Abkürzung «6‑7». Wir klären, warum dieses Internet‑Meme in die 50. Ausgabe der Liste der Staatlichen Universität Lake‑Superior aufgenommen wurde und was das für die Sprachkultur bedeutet — insbesondere in der Ukraine, wo Genauigkeit der Botschaft strategische Bedeutung hat.

Über die Liste und ihre Autorität

Die jährliche „Liste der verbotenen Wörter“ der Staatlichen Universität Lake‑Superior (gegründet 1976) verfolgt Ausdrücke, die durch übermäßigen oder falschen Gebrauch ihren Sinn verlieren. Im Jahr 2025 belegte die Abkürzung «6‑7» den ersten Platz, die bei der Generation Z viral ging. In den Top‑Ten fanden sich außerdem die Wörter demure, incentivize, perfect, gift/gifted, my bad und reach out.

„Die Liste spiegelt Gesprächstrends wider, die in sozialen Netzwerken entstehen. Begriffe, die sich ohne Kontext von Intonation oder Körpersprache verbreiten, sind leicht verzerrbar und verlieren schnell an Bedeutung.“

— David Trevis, Präsident der Staatlichen Universität Lake‑Superior

Warum «6‑7» zum Hit wurde — und ob es etwas bedeutet, dass Dictionary.com es zum Wort des Jahres erklärte

Erstens ist es ein Beispiel dafür, wie interne Internet‑Witze schnell die Plattformgrenzen überschreiten und zum Marker einer Generation werden können. Zweitens verleiht die Aufmerksamkeit großer lexikografischer Ressourcen (zum Beispiel wählte Dictionary.com es zum „Wort des Jahres“) dem Trend Reichweite und macht ihn zum Gegenstand öffentlicher Debatten.

„Oft handelt es sich eher um einen internen Internet‑Witz: Ein Wort lebt in einem engen Kreis und verliert den Bezug zum breiteren sprachlichen Kontext.“

— Die Redakteure von Dictionary.com

Was das für die Ukraine bedeutet: Sprachkultur, Identität und Sicherheit

Für die ukrainische Leserschaft sind drei praktische Schlussfolgerungen wichtig. Erstens ist jugendliche Kreativität eine kulturelle Ressource, die verstanden und genutzt werden sollte, statt sie einfach als ‚Unsinn‘ abzutun. Zweitens zeigen kurzlebige Memes, wie leicht Informationen an Genauigkeit verlieren — das ist besonders kritisch bei Kommunikation über Sicherheit und Hilfe. Drittens passt sich Sprache an: Trends kommen und gehen, aber es liegt an uns, welche Entlehnungen in unserer Sprachkultur dauerhaft Fuß fassen.

Prognose

Analysten und Lexikografen sind sich überwiegend einig: Virale Wörter verglühen oft schnell. Die kurze Aufmerksamkeitsspitze bedeutet nicht zwangsläufig eine dauerhafte Sprachveränderung. Zugleich sind solche Phänomene eine nützliche Erinnerung: Im Ringen um Aufmerksamkeit zählt nicht Lautstärke, sondern Verständlichkeit der Botschaft. Für die Ukraine heißt das: Bewahrung sprachlicher Genauigkeit und Anpassungsfähigkeit — Werte, die sowohl in der Kultur als auch in der Informationssicherheit greifen.

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