139 Drohnen in der Nacht — und Raketenwarnungen tagsüber: Russland verteilt Angriff auf mehrere Wellen

Das GUR bestätigte den kombinierten Charakter des Angriffs vom 13. Mai: Zunächst Shahed-Drohnen zur Überbelastung der Luftabwehr, dann Marschflugkörper und ballistische Raketen gegen Energieinfrastruktur, Rüstungsbetriebe und staatliche Gebäude. In der Region Dnipropetrowsk wurden bereits acht Todesfälle registriert.

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Робота ППО (Фото: Telegram-канал Володимира Зеленського)

Am Morgen des 13. Mai bestätigte die Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums: Russland führt einen kombinierten, langfristigen Luftangriff auf kritische Objekte der Ukraine durch. Der Angriff erfolgt in zwei Phasen — und das ist kein Zufall.

Logik des Anschlags: Zuerst Drohnen, dann Raketen

In der ersten Welle setzt der Feind eine massive Anzahl von Drohnen ein — vom Typ Shahed, „Gerber", „Italmas" und Imitationen „Parodie". Nach Angaben der Luftstreitkräfte startete Russland in der Nacht zum 13. Mai nur 139 Angriffsdrohnen von den Richtungen Kursk, Brjansk, Milljerowo, Primorsko-Achtarsk und vom besetzten Krim aus.

„Die erste Phase besteht darin, das Luftverteidigungssystem zu überlasten und Zivilgebäude zu beschädigen. Der nächste Schritt wird der Einsatz von Marineflugkörpern und seegestützten Marineflugkörpern sowie ballistischen Raketen sein".

— Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine, 13. Mai 2025

Erklärte Hauptziele: Energieversorgungsanlagen, Betriebe des Rüstungsindustriekomplexes, Verwaltungsgebäude in Großstädten. Die Taktik „zuerst Drohnen — dann Raketen" ermöglicht es, die Ressourcen der Luftverteidigung für relativ günstige Ziele zu verbrauchen und dann mit teuren Raketen auf bereits weniger geschützten Objekten zuzuschlagen.

Was bereits über die Folgen bekannt ist

  • Region Dnipropetrowsk (Krywyj Rih): Acht Tote, 11 Verletzte — die schwersten Verluste dieser Nacht.
  • Poltawa: Eine Drohne traf eine Umspannstation, über 7.000 Menschen blieben ohne Strom.
  • Charkiw: Anschläge in zwei Bezirken — Cholodnohorskyi und Kyjiw, Infrastrukturobjekt beschädigt, Brände entstanden.
  • Region Odessa: Industrieinfrastruktur angegriffen, Lagerflächen beschädigt.

Die Luftstreitkräfte der ZSU setzten Luftfahrzeuge, Flugabwehrraketentruppen, EW-Abteilungen und mobile Feuergruppen ein. Die meisten Drohnen wurden abgeschossen, aber 20 Treffer wurden bestätigt.

Kontext: Erster Massenangriff nach dem „Waffenstillstand"

Während des 9.–11. Mai kündigte Russland einseitig einen „Waffenstillstand" an und hielt sich von Massenangriffen zurück. Nach Aussage des militärpolitischen Kommentators Alexander Kovalenko nutzte der Feind diese Zeit zur Ansammlung von Raketen und Drohnen. Der Leiter der Kommunikationsabteilung der Luftstreitkräfte, Oberst Yuri Ignat, warnte bereits am 12. Mai in einem Fernsehmarathon: Es wird eine Verlagerung der taktischen Luftfahrt der Russischen Föderation auf entfernte Flugplätze registriert — ein klassischer Vorbereitungsschritt vor einem Massenangriff.

Die Hauptverwaltung für Aufklärung fügt hinzu, dass Russland auf diese Weise, nachdem es Waffenstillstandsangebote abgelehnt hat, versucht, die Widerstandsfähigkeit der Ukraine zu beeinflussen. Wie RBK-Ukraina berichtet, startete der Feind bereits ab 19:30 Uhr am 13. Mai eine neue Welle — 145 Shahed-Drohnen und eine ballistische Iskander-M/KN-23-Rakete von der Krim.

Wenn die zweite Raketenphase durch Treffer in der Energieversorgung bestätigt wird, könnte die Ukraine in den Sommer mit einem neuen Leistungsdefizit eintreten — genau dann, wenn sich das Reparaturfenster nach dem Winter als realistisch abzuzeichnen begann.

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