Fedorov wird trotz Protesten zu seiner Unterstützung nicht in die Opposition gegen Selenskyj gehen — NYT

Der ehemalige Verteidigungsminister erklärt, dass er sich nicht an Straßenprotesten für seine Rückkehr beteiligen wird, verurteilt aber auch nicht diejenigen, die auf die Straße gegangen sind. Er möchte während des Krieges innenpolitische Konfrontationen vermeiden.

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Der ehemalige Verteidigungsminister Michail Fedorov distanzierte sich von den Protesten, die nach seinem Rücktritt ausbrachen. In einem Interview mit der New York Times erklärte er, dass er sich nicht den Demonstranten anschließen werde, die seine Rückkehr auf seinen Posten fordern, aber auch nicht vorhabe, sie von ihrer Kritik an der Regierung abzuhalten.

Die Formel, die er gewählt hat, ist ein Balanceakt ohne Parteinahme. Fedorov nannte die Proteste selbst ein positives Signal.

Sie zeigen, dass die Russen unsere Demokratie während des Krieges nicht als Geisel genommen haben

Bedingung für die Rückkehr

Fedorov wiederholte das, was er bereits zuvor gesagt hatte: Er werde nicht in die Regierung zurückkehren, wenn er nicht genau auf der Position des Verteidigungsministers wiederhergestellt werde. Er zieht für sich keine anderen Varianten in Betracht.

Gleichzeitig plant er nicht, in die politische Opposition zu Präsident Wolodymyr Zelenskyj überzugehen — zumindest nicht, solange der Krieg andauert.

Ich möchte nicht, dass diese Situation mich künstlich in die Politik hineinzieht

Nach Fedorovs Aussage handelt es sich nicht um einen politischen Machtkampf um seine Person. Er würde es begrüßen, wenn das „Tauziehen" zwischen den Protestierenden und dem Präsidenten nicht um seine Karriere, sondern um die Strategie der Kriegsführung gehen würde.

Der Konflikt, der zum Rücktritt führte

Die Personalveränderungen waren die Folge eines Konflikts zwischen Fedorov und dem ehemaligen Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Olexander Syrskyj. In einem Interview mit Sky News erklärte Zelenskyj seine Entscheidung pragmatisch: Während des Krieges habe er keine Zeit, herauszufinden, welcher der beiden Beamten recht hatte, da die Priorität die Verteidigung des Landes sei.

Beide Konfliktbeteiligten verloren ihre Positionen gleichzeitig: Nach der aktualisierten Zusammensetzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates wurden ihre Plätze von Chmara und Drapaty besetzt.

Die offene Frage bleibt: Wird diese Distanz Fedorovs von der Politik einer zeitlichen Überprüfung standhalten, wenn die Proteste für seine Rückkehr an Umfang gewinnen — oder wird die Neutralität unter dem Druck der Straße unmöglich?

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