Kiew zahlte Zinsen für nicht benötigte Kredite: Direktor der Finanzbehörde der KSDA wird wegen 581 Mio. Schaden vor Gericht gestellt

Über mehrere Jahre hinweg genehmigte der Beamte die Ausgabe von Anleihen der kommunalen Anleihe, obwohl die Einnahmen des Stadtbudgets die Ausgaben überstiegen. Die Stadt zahlte über 581 Millionen Hrywnja an Zinsen – und dieses Geld wird nicht zurückgefordert.

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Die Shevchenko-Bezirksprokurator von Kiew hat Anklage gegen den Leiter der Finanzabteilung der Kyiver Stadtverwaltung erhoben. Laut dem Büro des Generalstaatsanwalts stimmte der Beamte jahrelang der Ausgabe von Anleihen der lokalen Innenkreditverschuldung zu, durch die die Stadt Kreditfonds anzog und Hunderte Millionen Griwnja an Zinsen zahlte. Der Gesamtschaden für die territoriale Gemeinde Kiew beträgt über 581 Millionen Griwnja.

Kredite ohne Notwendigkeit

Das Schlüsselargument der Ermittler ist nicht die Tatsache der Kreditaufnahme selbst, sondern deren Ungerechtfertigtheit. Nach Angaben des Büros des Generalstaatsanwalts überstiegen in den entsprechenden Jahren die Einnahmen des Allgemeinen Fonds des Kyiver Haushalts die Ausgaben: Die Stadt verfügte über eigene Mittel und benötigte keine externe Finanzierung. Dennoch wurden Anleihen ausgegeben, Kredite aufgenommen, und die Zinsen für die Schuldendienste belasteten die Gemeinde.

Nach Angaben von Interfax-Ukraine leitet derzeit und seit Januar 2026 Wolodymyr Repik die Finanzabteilung der KMDA — genau dann wurde ihm offiziell der Verdacht mitgeteilt. Die Handlungen des Beamten werden unter Teil 2 von Artikel 367 des Strafgesetzbuches der Ukraine qualifiziert – Dienstverletzung durch Nachlässigkeit, die schwere Konsequenzen für Staatsinteressen zur Folge hatte.

Was bedeuten diese Zahlen

581 Millionen Griwnja sind nicht im direkten Sinne gestohlene Mittel: Das Geld ging an Banken in Form von Zinsen auf Anleihen. Um das Ausmaß zu verstehen: Nach Angaben der KMDA betrug der jährliche Haushaltsbudget für Straßenkapitalreparaturen in Kiew in friedlichen Zeiten etwa 2–3 Milliarden Griwnja. Mit anderen Worten, die „unnötigen" Darlehenszahlungen verbrauchten Mittel in Höhe mehrerer Monate des Straßenbaubrogramms der Stadt.

„Der Beamte stimmte jahrelang der Ausgabe von Anleihen der lokalen Kreditverschuldung zu, durch die die Stadt Kredite anzog und Hunderte Millionen Griwnja an Zinsen für deren Bedienung zahlte"

Büro des Generalstaatsanwalts der Ukraine

Anleihen der lokalen Kreditverschuldung sind ein legales Finanzierungsinstrument für Städte. Ihre Logik: Die Stadt zieht Mittel für spezifische Bedürfnisse an, wenn eigene Mittel knapp sind. Das Problem bestand darin, dass bei fehlender Notwendigkeit – genau das behauptet die Ermittlung – der gesamte Mechanismus zu einem Kostengenerator ohne wirtschaftlichen Sinn wurde.

Fall vor Gericht: Was kommt als Nächstes

Repik wurde der Verdacht im Januar 2026 mitgeteilt. Nun, nach Abschluss der Ermittlungen und Zusammenstellung der Beweisgrundlage, wurde die Sache zur Hauptverhandlung eingereicht. Ein Urteil wurde noch nicht gefällt – das Prinzip der Unschuldsvermutung gilt. Gleichzeitig bedeutet die Tatsache der Überweisung der Sache vor Gericht, dass die Staatsanwaltschaft von der Beweisgrundlage überzeugt ist.

Ein wichtiger Punkt: Artikel 367 StGB in seiner zweiten Fassung sieht Freiheitsstrafe vor. Aber selbst ein verurteilendes Urteil wird die 581 Millionen Griwnja nicht in den Kyiver Haushalt zurückbringen – die Zinsen sind bereits an die Gläubiger gezahlt worden.

Sollte das Gericht die Version der Ermittler bestätigen, dass die Stadt jahrelang unnötige Kredite bei Haushaltsüberschuss aufnahm, stellt sich eine konkrete Frage: Wer genehmigte diese Entscheidungen weiter oben in der Kette – und warum blieb die Verantwortung auf der Ebene des Leiters der Abteilung stecken.

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