Genf: Wirtschaftsrunde zwischen Ukraine und den USA — was das „Prosperity Package“ beim Wiederaufbau verändert

In Genf haben bilaterale Verhandlungen zwischen der ukrainischen und der US‑amerikanischen Delegation begonnen — eine Chance, politische Deklarationen in Investitionen, Finanzmittel und konkrete Schritte zur Rückkehr der Menschen umzusetzen.

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Рустем Умєров (Фото: Facebook-акаунт посадовця)

Stille Vereinbarungen, die das Leben beeinflussen können

Am 26. Februar begann in Genf eine bilaterale Verhandlungsrunde zwischen den Delegationen der Ukraine und der USA. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Fragen: Mechanismen finanzieller Unterstützung, Instrumente zur Anwerbung von Investitionen und langfristige Zusammenarbeit. Leiter der ukrainischen Delegation ist der Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung Rustem Umerov; auf US-Seite sind der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner beteiligt.

Worüber offen gesprochen wird

Das Team der Ukraine umfasst Vertreter des wirtschaftlichen Blocks: Oleksii Sobolev und Daryna Marchak, sowie die politische Komponente — den Fraktionsvorsitzenden David Arakhamia. Das Ziel der Verhandlungen ist klar formuliert: die Ausarbeitung eines prosperity package — eines Instrumentariums für Wiederaufbau, Investitionen und langfristige Kooperation.

"Gemeinsam mit dem wirtschaftlichen Team der Regierung werden wir das prosperity package detailliert ausarbeiten: Mechanismen wirtschaftlicher Unterstützung und des Wiederaufbaus der Ukraine, Instrumente zur Anwerbung von Investitionen und zur langfristigen Zusammenarbeit"

— Rustem Umerov, Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine

Warum das für Sie wichtig ist

Das sind nicht nur diplomatische Signale. Wenn sich die Vereinbarungen in konkrete Mechanismen und Projekte verwandeln, geht es um Geld, Arbeitsplätze, den Wiederaufbau der Infrastruktur und die Stabilisierung der Staatsfinanzen. Wirtschaftliche Unterstützung während des Krieges ist zudem ein Vertrauenssignal der Partner, das private Investitionen anregt.

Parallel wird der humanitäre Block und die Frage möglicher Gefangenenaustausche erörtert — ein realer Bereich, in dem Entscheidungen in Genf praktische Ergebnisse für die Rückkehr unserer Staatsangehörigen bringen können.

"Wichtig ist der humanitäre Track und die Fragen möglicher Gefangenenaustausche. Wir rechnen mit konkreten Ergebnissen hinsichtlich der Rückkehr unserer Staatsangehörigen. Wir arbeiten an praktischen Lösungen. Über die Ergebnisse werden wir nach Abschluss des Treffens informieren"

— Rustem Umerov, Leiter der ukrainischen Delegation

Kontext und Signale der Partner

Diese Runde folgt auf die Ankündigung von Präsident Selenskyj am 25. Februar über das Treffen in Genf und steht vor den geplanten trilateralen Verhandlungen mit Beteiligung Russlands — daher hat die Abstimmung der Positionen Kiews und Washingtons strategische Bedeutung. Von US-Seite gab es zuvor Signale: In einem Interview am 21. Februar sprach der Sondergesandte Steve Witkoff von möglichen "guten Nachrichten" im Verhandlungsprozess in den kommenden Wochen.

Analysten weisen darauf hin: Der wertvollste Teil solcher Treffen sind nicht laute Erklärungen, sondern die Mechanismen, unter die Geld und Abkommen unterschrieben werden. Für die Bürger bedeutet das, dass es jetzt wichtig ist zu prüfen, ob die Absprachen in rechtlich verbindliche Verträge und klare Planentscheidungen überführt werden.

Wie es weitergeht

Die heutigen Verhandlungen sind eine Etappe der Vorbereitung eines breiteren Dialogs. Nun sind die Partner am Zug: Können die Seiten Worte in konkrete Finanzierungsinstrumente und Vereinbarungen zum humanitären Block umsetzen? Davon hängt nicht nur die strategische Position Kiews ab, sondern auch die Geschwindigkeit des Wiederaufbaus, die jeder Ukrainer zu spüren bekommen wird.

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